Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Eigene Wege gehen“

Rimstinger Outdoor-Marke Maloja lebt Nachhaltigkeit mit Erfolg

Die Geschäftsführer der nachhaltigen Sportmarke: Peter Räuber (links) und Klaus Haas im Showroom von Maloja. Hier können Händler die neuen Designs begutachten.
+
Die Geschäftsführer der nachhaltigen Sportmarke: Peter Räuber (links) und Klaus Haas im Showroom von Maloja. Hier können Händler die neuen Designs begutachten.
  • VonKatharina Koppetsch
    schließen

„Nachhaltigkeit ist nicht Teil unseres Marketings, es ist unser Selbstverständnis“, sagt Peter Räuber, einer von zwei Geschäftsführern der Sport- und Streetwear-Firma Maloja. Die nachhaltige Kleidungsfirma gibt es bereits seit 17 Jahren. „Im kommenden Jahr werden wir volljährig“, scherzt der zweite Geschäftsführer im Bunde, Klaus Haas.

Rimsting – .Wer jetzt denkt, dass Maloja, wie so viele Kleidungsfirmen, auf den Trend der Nachhaltigkeit aufspringt, liegt falsch. In der jetzt erschiene Unternehmensbiografie „Eigene Wege gehen“, erzählt Autor Alexander Provelegios, wie Maloja sich seit 17 Jahren einen nachhaltigen – im doppelten Sinn – Erfolg aufgebaut hat.

Doppelspitze mit unterschiedlichen Talenten

Angefangen hat alles 2004 mit Peter Räubers Vision eine Bike-Bekleidungsfirma zu gründen und Klaus Haas kaufmännischem Wissen ein Unternehmen aufzubauen. Heute hat Maloja ihren Firmensitz im Gemeindebereich von Rimsting – auf einem Bauernhof und Flagship-Stores in München, in Seoul, Südkorea und in Stowe im Bundesstaat Vermont in den USA.

Lesen Sie auch: Chiemsee-Kläranlage in Rimsting muss modernisiert werden

Bürgermeister Andreas Fenzl ist stolz, dass sich Maloja gerade Rimsting als Firmensitz ausgesucht hat. „Es ist eine international tätige Firma“, so der Bürgermeister. Abgesehen von der Gewerbesteuer, die das Unternehmen der Gemeinde einbringt, sei es schön, dass im Ort Arbeitsplätze geschaffen werden. „Vielleicht steckt auch unsere schöne Gegend hinter dem ein oder anderem Design“, überlegt Fenzl.

Hauptsitz in Rimsting

Knapp 50 Mitarbeiter arbeiten in einem großzügig ausgebauten Stadel im Gemeindebereich Rimsting. Die Möbel sind bunt zusammengewürfelt, die Technik, modern und auf dem neusten Stand. „Als wir nach Rimsting rausgezogen sind, wurde uns bewusst, warum es Industriegebiete gibt“, sagt Peter Räuber lachend. Die Internetverbindung sei eher rudimentär gewesen. Doch anstatt die idyllische Idee, den Hauptsitz auf einem Bauernhof zu haben, aufzugeben, musste eben ein Funkmast her.

Eine Anekdote, die stellvertretend für die gesamte Marke steht: Der konforme Weg wäre sich in ein Industriegebiet anzusiedeln, doch Haas und Räuber halten es eher wie Robert Lee Frost. „Im Wald zwei Wege boten sich mir dar, ich ging den, der weniger betreten war. Dies veränderte mein Leben!“

Und auf dem Weg mussten die beiden Geschäftsführer das ein oder andere Hindernisse überwinden. „Wir haben unser Lehrgeld bezahlt“, sagt Haas.

Nachhaltige Produktion in Europa und Asien

In all den Jahren war es den Geschäftsführern wichtig, dass sie langfristige Partnerschaften mit ihren Produzenten aufzubauen. 70 Prozent der Maloja-Produkte werden in Europa produziert, 30 Prozent in Asien. Seit 2014 hat die Outdoormarke ihre eigenen Produktionsstätten in Bulgarien. Moderne Maschinen ermöglichen eine hohe Qualität bei der Verarbeitung der Materialien.

Lesen Sie auch: Siegsdorfer Daniel Bichlmann gewinnt das größte Radrennen Afrikas

Bei der Vorstellung ihres neuen Buches: Autor Alexander Provelegios (in der Mitte) und die Geschäftsführer von Maloja Klaus Haas (links) und Peter Räuber.

Maloja produziert pro Jahr zwei Kollektionen: eine Sommer- und eine Winterkollektion. Die Kleidungsstücke werden in einer limitierten Stückzahl hergestellt. Die Sport- und Streetwear Marke deckt ein breites Spektrum an Funktionskleidung ab. Aktivwear für die verschiedenen Radsportdisziplinen, für das Wandern und Klettern, für die Wintersportarten, aber auch für das Yoga und Schwimmen. Dazu die passenden Streetstyles sowie Dirndl.

Die Sommer- und Winterkollektion stehen immer unter einem Motto. Heuer heißt es: „Soul in the Woods“ – eine Referenz an die allererste Kollektion.

Durch Kooperationen schafft es Maloja, das ganze Jahr eine hohe Auslastung ihrer Produktionsstätten zu erzielen. Wie ihre Bekleidung sind auch die Kolloberationen weit gefächert. Maloja hat die Mitarbeiter einer Kaffeerösterei ausgestattet. Für die Landwirtinnen einer Molkerei hat die Marke Stallmütze entwickelt. Durch eine bestimmte Membran schützt die Mütze die Haare vor Stallgerüchen. „Eines unserer schönesten Funktionsprodukte“, sagt Peter Räuber. Und so generiert Maloja mit ihren Tochterfirmen, der VioModa Produktion in Bulgarien, einen Umsatz von über 30 Millionen Euro pro Jahr.

Ausstatter des US-Biathlon-Teams

Maloja ist zudem bei den kommenden Olympischen Spielen vertreten. Die Rimstinger Firma stattet seit 2018 das US-Biathlon-Team aus. „Etwas was ich mir bei der Gründung nicht hätte träumen lassen“, so Geschäftsführer Räuber. Das Ganze, das zeigt die Unternehmensbiografie klar, war durch den inneren Antrieb und die Wertehaltung Malojas möglich. „Trau dich, das zu leben“, gibt Klaus Haas dem Leser mit.

Mehr zum Thema

Kommentare