Reha-Kliniken sehen sich in Existenz bedroht

Amerang – 13 Kliniken betreibt die Medical-Park-Gruppe, davon fünf in Bad Feilnbach, Prien und Bernau.

In der Corona-Krise bereiten sich die rund 3500 Mitarbeiter der Klinikgruppe darauf vor, die Akutkliniken durch die Bereitstellung von Kapazitäten für Infizierte zu entlasten. Die Vorbereitungen liefen in Abstimmung mit den regionalen Behörden seit Tagen auf Hochtouren, so das Unternehmen. „Wir haben zum einen die infrastrukturellen Voraussetzungen, gerade auch in Abstimmung mit den regionalen Akutkrankenhäusern. Zum anderen bringen unsere Mitarbeitenden aus Medizin, Pflege und Therapie die notwendigen Kompetenzen mit, um Pa tienten über einen längeren Zeitraum zu versorgen“, sagt Ulf Ludwig, CEO der Medical-Park-Klinikgruppe.

Geplant ist, die Akutkliniken durch die Verlegung leichterer und mittlerer Krankheitsfälle zu entlasten. Somit können diese sich vor allem auf die Versorgung der Covid-19-Patienten konzentrieren. Zum Ausgleich sollten die Rehakliniken eigentlich Zahlungen für leer stehende Betten erhalten.

Der aktuelle Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht eine „pauschale“ Kompensation für die Akutkliniken vor. Für die Vorsorge- und Rehakliniken ist allerdings gar keine Finanzierung vorgesehen.

Die Umsatzeinbußen für den Rehabereich, die durch den Wegfall planbarer Operationen und Behandlungen entstehen, können von den Kliniken nicht aufgefangen werden. „Das macht einen wirtschaftlichen und kostendeckenden Betrieb unmöglich. Tausende von Arbeitsplätzen bei uns und den Kollegen der Branche sind akut in Gefahr“ äußert sich Ludwig, der auch im Vorstand des Bundesverbands Deutscher Privatkliniken (BDPK) sitzt.

Deshalb richten die Medical Park Unternehmensleitung und die Eigentümer familie Freiberger den dringen den Appell an die Politik, umzusteuern. Sonst seien betriebsbedingte Kündigungen und Massenentlassungen die Folge.

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