Wirtschaftsumfrage

Region Rosenheim bleibt Top-Standort: Abstriche bei Schienen-Anbindung und schnellem Internet

Erfolgreich querbeet: Dorf wagt Breitbandausbau Marke Eigenbau
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Ein Breitbandkabel wird in der Erde verlegt: Das Internet in der Region ist vielen Unternehmen nicht schnell genug.

Die Betriebe in Rosenheim sind mit den Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zufrieden. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern hat die Stadt Rosenheim die Gesamtnote 1,8 erhalten, nach einer 1,9 vor zwei Jahren. Auch andernorts in der Region sieht es gut aus.

Rosenheim/Traunstein – Rosenheim liegt damit oberbayernweit gleichauf mit Ingolstadt und nur knapp hinter dem Spitzenreiter München (Note 1,7). Der Landkreis Rosenheim hält mit der Gesamtnote 2,0 das gute Ergebnis von 2017 und erreicht denselben Wert wie ganz Oberbayern.

Standortmängel begrenzen das Wachstum

In Stadt und Landkreis bewerten jeweils mehr als vier von fünf Unternehmen den Standort als „sehr gut“ oder „gut“. Noch einmal für ihren Standort würden sich 93 beziehungsweise 83 Prozent der Betriebe entscheiden. Allerdings sagt jeweils ein Drittel der Unternehmen, dass Standortmängel das Wachstum bremsen.

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Ganz oben auf der Wunschliste der Betriebe stehen mehr Fachkräfte und Wohnraum, unternehmensfreundlichere Verwaltungen und vor allem im Landkreis eine bessere Breitbandversorgung. Schlechte Noten geben die Unternehmen für die Anbindungen an den Schienen- und Luftgüterverkehr sowie das Preisniveau von Gewerbeflächen. Als Stärken nennt die Wirtschaft die Energieversorgung, loyale und motivierte Mitarbeiter sowie das Straßennetz und auch das gute Image der Stadt Rosenheim.

Traunstein sieht Handlungsbedarf bei Fachkräften

Die Zufriedenheit der Betriebe im Landkreis Traunstein mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt weiter auf hohem Niveau. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern hat der Landkreis die Gesamtnote 2,2 erhalten, unverändert zur vorherigen Umfrage vor zwei Jahren.

Zwei Drittel der Unternehmen bewerten den Standort als „sehr gut“ oder „gut“. Noch einmal für den Landkreis würden sich 82 Prozent der Betriebe entscheiden. Allerdings sagt jedes dritte Unternehmen (35 Prozent), dass Standortmängel das Wachstum bremsen.

Wettbewerb um Gewerbeflächen spitzt sich zu

„Die Betriebe stellen dem Landkreis ein ordentliches Zeugnis aus“, sagt Nikolaus Binder, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Traunstein. Schlechte Noten geben die Unternehmen für die Anbindungen an den Schienengüter- und Luftverkehr sowie für fehlende Innovationsnetzwerke.

„Im Mix aller Standortfaktoren bietet unser Landkreis zum Großteil sehr gute Bedingungen“, so Binder. Allerdings werde der Wettbewerb um Fachkräfte und Gewerbeflächen immer intensiver.

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