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Karton-Clips sichern Arbeitsplätze

Personalabbau in der Krones AG: Raubling und Rosenheim kommen glimpflich davon

Kleine Sache, große Wirkung: Karton-Clips halten PET-Flaschen zusammen. Das spart Plastikmüll und sichert in der Region Arbeitsplätze.
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Kleine Sache, große Wirkung: Karton-Clips halten PET-Flaschen zusammen. Das spart Plastikmüll und sichert in der Region Arbeitsplätze.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Krones baut den Konzern um und Arbeitsplätze ab, die Standorte Rosenheim und Raubling aber kommen glimpflich davon. Von 1011 Stellen im Jahr 2020 wird die Anzahl der Beschäftigten bis Ende des Jahres 2021 auf 962 sinken.

Rosenheim/Raubling –Den Abbau erreichte Krones nach den Worten von Vorstandsvorsitzendem Christoph Klenk. sozialverträglich etwa im Rahmen eines Freiwilligenprogramms. Das sagte Klenk den OVB-Heimatzeitungen in einem exklusiven Gespräch anlässlich der Vorstellung der vorläufigen Geschäftszahlen 2020. Mit dem Abbau von 49 Arbeitsplätzen sei der Prozess abgeschlossen

Der Abbau war nach Klenks Worten auch der Auftragsflaute als Folge der Corona-Pandemie geschuldet. Aber bereits 2019 war der Gewinn des Unternehmens mit Sitz in Neutraubling (Oberpfalz) eingebrochen.

Für 2020 und 2021 hatte Krones den Wegfall von insgesamt 750 Stellen angekündigt. Der Abbau von Jobs betrifft vor allem die Verwaltung und damit den Hauptsitz.

Umsatz fiel um rund 16 Prozent

Krones hat schwierige Zeiten hinter sich. Wegen der Covid-19-Pandemie fiel der Konzernumsatz von Krones im vergangenen Jahr um rund 16 Prozent auf 3,32 Milliarden Euro. Der Auftragseingang war nach den vorläufigen Geschäftszahlen des Konzerns ebenfalls stark von Corona betroffen und liegt mit 3,31 Mrd. Euro um 19 Prozent niedriger als 2019.

Im vierten Quartal zeigten sich nach Auskunft des Konzerns jedoch erste positive Anzeichen der Besserung. Klenk bezeichnete den Umbau als schwierig. Das eine seien die wirtschaftlichen Zwänge, das andere „das, was das in der Belegschaft auslöst und was das für die Menschen heißt“.

Verwaltung soll verschlankt werden

Betroffen ist vor allem Neutraubling. In der Zentrale fallen Jobs in der Verwaltung weg – man habe versucht, die Overhead-Bereichen zu verschlanken. Für die Jahre 2021 und 2022 wollen Klenk und Finanzvorstand Norbert Proger keine konkreten Prognosen abgeben. Klenk äußert sich vorsichtig optimistisch: „Wir gehen von einem moderaten Wachstum in 21 und 22 aus. Mehr wäre unseriös.“

An Krones kann man gut studieren, wie eng vernetzt und abhängig Wirtschaft ist. Der Lockdown trifft die Gastronomie hart. Große Getränkekonzerne machen jedoch 20 bis 30 Prozent ihres Umsatzes in der Gastronomie. Und daran hängt schließlich auch Krones.

„Wenn große Unsicherhit ist, werden alle Unternehmen vorsichtig“, sagt Klenk Vier bis acht Millionen koste eine Anlage, „da kann man schon ein Jahr warten“. Klenk hofft auf Aufholeffekte: „In dem Moment da die Unsicherheit weg ist, wird sofort investiert.“

Umweltbewusster Markt bietet Chancen

Rosenheim und Raubling haben sogar noch bessere Aussichten. Die beiden Werke haben die richtigen Produkte für den umweltbewussten Markt im Portfolio: Maschinen zum Fertigen von Karton-Clips zum leichteren Transport von Flaschen-Gebinden zum Beispiel. Der Kampf gegen die Plastikflut ist eine Herausforderung – in diesem Falle eine, die Arbeitsplätze sichert.

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