Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


DIGITALE TECHNIK MACHT ES MÖGLICH

Neues Produkt trotz Corona: Rosenheimer Gründer berichten von ihren Erfahrungen

Mehr Raum für Kreativität: Mit seiner VR-Brille will Michael Seyfried seine Fortbildungen virtuell abhalten.
+
Mehr Raum für Kreativität: Mit seiner VR-Brille will Michael Seyfried seine Fortbildungen virtuell abhalten.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
    schließen

Auflagen und Beschränkungen machten es den Neugründern im Jahr 2020 nicht leicht, mit einer neuen Erfindung auf den Markt zu kommen. Einige vom Rosenheimer Netzwerk Stellwerk 18 haben es dennoch gewagt und erzählen von ihrem ganz speziellem Corona-Jahr.

Rosenheim – Lockdown, Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen: alles keine guten Voraussetzungen, um ein neues Unternehmen zu gründen. Das Rosenheimer Gründungsnetzwerk „Stellwerk 18“ blickt daher auf eine außergewöhnliche Zeit zurück.

Für jedes Mitglied gab es plötzlich eine Menge neuer Herausforderungen auf dem Weg zum neuen Produkt. Die Gründer aus der Region ließen sich davon jedoch nicht entmutigen und entwickelten einen klaren Trend in Richtung Digitalisierung.

Große Unsicherheit seit dem Lockdown

„Die digitale Umsetzung eines neuen Konzepts ist in diesen Zeiten wichtiger denn je“, stellt Evi Bachmaier, die Management-Assistentin beim Stellwerk 18, fest. Denn die Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie haben es sämtlichen Gründern des Rosenheimer Netzwerks schwer gemacht.

Seit dem ersten Lockdown seien nicht nur die jungen Unternehmer, sondern die gesamte Wirtschaft enorm von den Maßnahmen getroffen. Einige der Start-ups haben die drastische Veränderung allerdings genutzt, um sich auf neue Geschäftsmodelle zu konzentrieren. Ein paar der Gründungen konnten sogar überhaupt erst durch die Pandemie entstehen.

Idee entstand durch die Corona-Pandemie

Die Idee zu seinem neuen Produkt kam zum Beispiel Julian Schmelzer erst während des ersten Lockdowns in den Sinn. Durch die zwangsweise vermehrte Zeit zuhause kam der Bad AIblinger, der in der Mautbranche tätig ist, auf den Einfall, eine Mautbox zu entwickeln, die es ermöglicht, in Italien, Frankreich, Spanien und Portugal kontaktlos durch die Stationen zu fahren, ohne für jedes Land verschiedene Zahlungsmittel oder Vignetten verwenden zu müssen.

Was angesichts der bestehenden Reisbeschränkungen nach einer verwegenen Neuentwicklung klingt, hat für Schmelzer einen klaren Sinn: „Sobald Reisen wieder einigermaßen möglich sind, werden viele auf ihr Auto zurückgreifen und nicht in den Flieger steigen“. Eine einfache Handhabung mit der Maut an den Grenzstationen wäre dann viel Wert. Schmelzer plant daher, sein Produkt noch 2021 auf dem Markt zu bringen und coronakonform im Online-Handel zu vertreiben.

Lesen Sie auch: Daniel Artmann verlässt Gründerzentrum Rosenheim, bleibt aber politisch aktiv

Auf digitale Konzepte setzt man im Landkreis Rosenheim auch bei anderen Neugründungen. So will beispielsweise Michael Seyfried einen Coaching-Raum mithilfe einer 3D-Brille anbieten.

Anstatt Seminaren vor Ort will er die, vor allem für Unternehmen zugeschnittenen Fortbildungen in einer virtuellen Umgebung stattfinden lassen. So will er die rund 50.000 Euro wieder zurückgewinnen, die ihm durch die abgesagten Veranstaltungen bereits verloren gegangen sind.

Lesen Sie auch: „Regulierungswahnsinn“: Rosenheims OB März in Rage wegen neuer Corona-Beschlüsse im Bund

Auch Maria Fischer und Karin Stäbler haben die Corona Pandemie für sich genutzt und bieten mit eatenet einen individuellen, agilen Ernährungsplaner an, der mithilfe von digitalem Coaching bei der Gewichtsabnahme helfen soll. Zudem gehören neue Computerprogramme oder der digitale Vertrieb von Industrierobotern zu den Rosenheimer Neuerscheinungen.

Online-Konzept als Schlüssel zum Erfolg

„Durch den Fokus auf die digitale Weiterentwicklung haben sich die mit Corona einhergehenden Anforderungen auf die Gründer des Rosenheimer Stellwerk 18 durchaus positiv ausgewirkt“, resümiert Assistentin Evi Bachmaier. Als übergreifendes Kriterium hat man beim Netzwerk bereits festgelegt, dass alle Gründer ihre Geschäftsmodelle auf einer digitalen Lösung aufbauen sollen.

Denn bei einem sind sich die Start-up-Unternehmer einig: Um eine Firma erfolgreich durch die derzeitige Lage zu bringen, ist die Digitalisierung wichtiger denn je zuvor.

Mehr zum Thema

Kommentare