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Neue Klinik soll Ertragskraft des Konzerns stärken

Bad Endorf –. Die Gesundheitswelt Chiemgau AG (GWC) erweitert 2016 ihr Portfolio: Im September eröffnet der Konzern mit Sitz in Bad Endorf in Seebruck die psychosomatische Privatklinik Chiemseewinkel. 90 Prozent der Umsätze in der Gesundheitswelt Chiemgau AG werden im Geschäftsfeld Medizin erwirtschaftet.

Es ist die sechste Tochter im Geschäftsfeld Medizin, das nach Angaben des Vorstandes mit dem Ausbau dieses Unternehmensbereiches die Ertragskraft des Gesamtkonzerns steigern will.

Dazu gehörten bisher die Klinik St. Irmingard in Prien, die Simssee Klinik in Bad Endorf, die ambulanten Reha- und Gesundheitszentren in Bad Endorf und Rosenheim sowie das Zentrum für Sport- und Rehabilitationsdiagnostik in Bad Endorf. 800 der 1000 Mitarbeiter des Konzerns sind im Geschäftsfeld Medizin beschäftigt. 19 000 Patienten im Jahr werden hier stationär oder ambulant behandelt.

Die Erweiterung des Geschäftsfeldes Medizin ist nach Überzeugung des dafür zuständigen Vorstandes Dietolf Hämel eine unternehmerische Entscheidung, die auf der Tatsache beruht, dass sich der Gesundheitssektor weiter im Aufwind befindet „ein nachhaltiger Trend“. Gesundheit werde heute nicht mehr allein als Abwesenheit von Krankheit definiert, sondern als guter Allgemeinzustand von Körper und Geist. Gesundheit besitze in einer älter werdenden Gesellschaft, in der die Menschen immer länger arbeiten müssen, einen hohen Stellenwert – auch dank des wachsenden medizinischen Fortschritts.

Die GWC sieht vor allem in der Psychosomatik einen Zukunftssektor. Deshalb wird die neue Klinik in Seebruck Angebote für erwachsene Privatversicherte und Selbstzahler unterbreiten, die unter Volkskrankheiten wie der Depression, dem Burnout und Ängsten leiden. Bewusst wendet sich die neue Privatklinik am Nordufer des Chiemsees, die im Vier-Sterne-Plus-Niveau ausgebaut werden soll, auch an Führungskräfte.

In Seebruck werden 90 neue Vollzeitstellen geschaffen, die Geschäftsführung übernimmt Hämel, die ärztliche Leitung Dr. Franz Pfitzer, Chefarzt der psychosomatischen Abteilungen in der Klinik St. Irmingard und der Simssee Klinik.

Größte Herausforderung für die GWC im neuen Jahr ist jedoch trotz Erweiterung die Entflechtung von der Marktgemeinde Bad Endorf. Für Hämel und den Vorstand Tourismus, Stefan Bammer, haben die Verhandlungen mit der Kommune als Hauptaktionärin oberste Priorität. Der Gesamtkonzern will, wie berichtet, die kommunalen Immobilien übernehmen: die Therme, die Simssee Klinik und das Vier-Sterne-Hotel Ströbinger Hof. Die Transaktion soll den Konzern Gesundheitswelt Chiemgau in die Lage versetzen, seine Geschäfte in eigenen Immobilien zu tätigen – und der Marktgemeinde ermöglichen, die Doppelrolle als Anteilseignerin (76 Prozent des Aktienkapitals) und Verpächterin aufgeben zu können. Diese Hin- und Hergerissenheit hatte jahrelang zu starken Konflikten gesorgt.

Finanzielles Sorgenkind ist seit Jahren die defizitäre Therme – auch aufgrund hoher notwendiger Investi tionen in Modernisierungen, Energietechnik und den Brandschutz.

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