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Standort Waldkraiburg stärken

Netzsch investiert in Klimaschutz: Einsatz fossiler Energie reduzieren

Das Netzsch-Firmengelände von Werk II aus der Vogelperspektive: Im Vordergrund ist die Metallproduktionshalle zu sehen, dahinter die im Bau befindliche neue Montagehalle mit Hochregallager.
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Das Netzsch-Firmengelände von Werk II aus der Vogelperspektive: Im Vordergrund ist die Metallproduktionshalle zu sehen, dahinter die im Bau befindliche neue Montagehalle mit Hochregallager.
  • Frank Bartschies
    VonFrank Bartschies
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Der Pumpenhersteller will seine drei Waldkraiburger Werke bis 2023 am Standort Geretsrieder Straße zusammenführen.

Waldkraiburg – Im Rahmen seiner strategischen Standortentwicklung will der Pumpenhersteller Netzsch seine drei Waldkraiburger Werke – Liebigstraße, Geretsrieder Straße und Daimlerstraße – bis 2023 am Standort Geretsrieder Straße zusammenführen.

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Zu diesem Zweck wird dort derzeit auf einer Grundfläche von 11 000 Quadratmetern eine große Montagehalle mit einem auf 4000 Quadratmetern aufgesetzten Bürotrakt errichtet.

Einsatz fossiler Energie reduzieren

Dabei geht Netzsch in der Energieversorgung einen neuen Weg: Durch Grundwassernutzung und Photovoltaik (PV) soll der Einsatz fossiler Brennstoffe weitestgehend reduziert werden.

Martin Kalleder, zuständig für das Gebäudemanagement des Unternehmens, erklärt dazu: „Durch den Einsatz moderner hochenergieeffizienter Technologie soll der jährliche Energieverbrauch von Gas und Strom von derzeit 12 Millionen Kilowattstunden auf 9,6 Millionen Kilowattstunden gesenkt werden.“ Diese Einsparung bringe eine Reduktion des Kohlendioxidausstoßes um 810 Tonnen mit sich und bedeute für das Unternehmen, ausgehend vom aktuellen Energiekostenniveau, eine Einsparung von 150 000 Euro pro Jahr. „Wir versuchen, einen möglichst klimaneutralen Campus zu entwickeln“, so Kalleder.

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Die Kohlendioxid-Reduktion ergibt sich aus der Nutzung des PV-Stroms anstelle von Kohlestrom und durch den Einsatz von Grundwasser zum Kühlen und Heizen anstelle von Erdgas. Nach Fertigstellung des Projekts im kommenden Jahr würden lediglich noch der bisherige Bürotrakt und die bestehende Metallfertigungshalle zu 50 Prozent mit Erdgas versorgt.

Einsparung von 150 000 Euro pro Jahr

Gefördert wird das Grundwasser Kalleder zufolge mit einer Temperatur von acht bis zehn Grad über zwei Saugbrunnen aus etwa 40 Meter Tiefe. Ein Schluckbrunnen leite das Wasser dann wieder in den Untergrund. „Der gesamte Neubau wird ohne den Einsatz fossiler Energieträger nur mit Grundwassernutzung über Wärmepumpen beheizt und im Sommer gekühlt“, so Kalleder. Außerdem würden auf den Dächern des Neubaus und der benachbarten Metallfertigungshalle auf einer Fläche von insgesamt 9000 Quadratmetern PV-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt etwa 560 Kilowatt-Peak installiert.

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Damit werde die Grundlastversorgung bzw. der Mehrverbrauch an Strom durch Lagerautomatisierung sowie Wärmepumpenbetrieb gedeckt.

Für den neuen Bürotrakt seien Decken-Heiz- und -Kühlsegel vorgesehen. Die Kosten für diese umweltfreundliche Energiegewinnung, die teilweise staatlich bezuschusst werde, beziffert Kalleder auf 1,5 Millionen Euro. Für die PV-Anlage rechnet man im Unternehmen mit einer Amortisationsdauer von zehn Jahren.

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