Miesbach: Zwei Hermelin-Söhne gehen an Besamugsstation

Eine zügige Versteigerung gab es beim Miesbacher Zuchtviehmarkt. Von 20 angebotenen Stieren konnten 18 Stiere verkauft werden, zwei Stiere wurden nicht abgegeben

Miesbach– . Für zwei Hermelin- Söhne zeigte Susanne Böhm von der Besamungsstation Greifenberg Interesse.

Höchstpreis lag bei 6100 Euro

Beim ersten Stier von dem Zuchtbetrieb Johann Furtner aus Söchtenau erfolgte der Zuschlag bei einem Versteigerungspreis von 4200 Euro. Der Stier ist mit einem hohen Gesamtzuchtwert von 131 vorgeschätzt. Dazu kommt ein guter Zuchtwert in der Milch, Eutergesundheit und Eutervererbung. Mit Pandora und Giradeli befinden sich zwei Stiere im Abstammungsgitter, die als Linien nicht so verbreitet sind, sodass der Stier breit einzusetzen ist. Als Aufzüchter dieses Stieres fungierte die Familie Dauer aus Agelsberg.

Vererbung getestet

Für den zweiten Stier von dem Zuchtbetrieb Toni Huber aus Oberherrnhausen, Gemeinde Eurasburg, musste die Besamungsstation Greifenberg netto 6100 Euro anlegen. Von der Mutter erbte dieser Stier das Gen auf Hornlosigkeit. Von Hermelin wurden aktuell 598 Halbbrüder auf ihre Vererbung getestet, darunter befinden sich auch einige heterozygot hornlose Stiere, wobei er der zweitbeste ist. Bei fünf weiteren Stieren konnte der Versteigerer Michael Walser noch Preise über 2000 Euro erzielen. Es wurden aber auch fünf Stiere zu Preisen von 1350 bis 1450 Euro verkauft, wobei aber Schwächen im Exterieur oder Rahmen die Ursache waren.

Große Resonanz findet inzwischen das Angebot des Zuchtverbandes Jungkühe freilaufend zu versteigern.

Führigkeit am Strick gewünscht

Züchter von 60 Kühen und Jungkühen nutzten dieses Angebot, weil es für sie weniger Aufwand bedeutet. Vom Züchter am Strick wurden 73 Jungkühe vorgestellt. Die zwei angebotenen Kühe wechselten für im Mittel 1450 Euro den Besitzer. Sieben Jungkühe wurden in die Wertklasse 2a eingestuft und vorgezogen. Sie erzielten durchschnittliche Versteigerungspreise von 2100 Euro bei einer Preisspanne zwischen 1850 und 2600 Euro. Bei der Spitzenjungkuh handelte es sich um eine Wolgasand- Tochter aus dem Zuchtbetrieb Georg Mair aus Gaißach. Mit einem guten Exterieur, einer Milchleistung von 33,1 kg und einer Melkbarkeit von 3,1 kg pro Minute ersteigerte sie ein Züchter aus dem Miesbacher Zuchtgebiet. Weitere vorgezogene Jungkühe stellten die Züchter Balthasar Grimm aus Bad Feilnbach, Augustin Hartl aus Tuntenhausen, Johann Eberl aus Arget, Franz Bernöcker aus Hausham, Josef Mitterer aus Söchtenau und Christian Kolb aus Bad Feilbach vor.

Nächster Markt am 14. Oktober

Bei acht weiteren Jungkühen der Wertklasse 2 erfolgte der Zuschlag erst ab 2000 Euro. Allerdings mussten neun Jungkühe unter 1200 Euro abgegeben werden. Mängel im Exterieur und eine schlechte Melkbarkeit gaben hier den Ausschlag. Im Mittel wurden die 128 verkauften Jungkühe für 1634 Euro versteigert. Sechs Stiere und 27 Jungkühe blieben im Verbandsgebiet, sieben Stiere, eine Kuh und 57 Jungkühe wurden im restlichen Bayern verkauft. Der nächste Markt des Miesbacher Zuchtverbands wird am 14. Oktober stattfinden.

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