ZUSÄTZLICHE FAHRVERBOTE FÜR LKW

„Maßnahme ist für unsere Branche nicht hinnehmbar“

Brennerautobahn: Es drohen wieder lange Staus. dpa
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Brennerautobahn: Es drohen wieder lange Staus. dpa

– In einem aktuellen Rundschreiben, das den OVB-Heimatzeitungen vorliegt, informiert der Landesverband Bayerischer Transport und Logistikunternehmen (LBT) e.V.

seine Mitglieder über zusätzliche Fahrverbote für Lkw, die das Land Österreich eingeführt hat: Demnach sollen die Lkw an allen Samstagen vom 7. Juli bis 25. August auf der Inntal- und Brennerautobahn (A12 und A13) in Fahrtrichtung Deutschland in der Zeit zwischen 7 und 15 Uhr stehen. Betroffen sind Lkw und Fahrzeugkombis über 7,5 Tonnen. Der Verband weist darauf hin, dass sonst in den Sommermonaten an Samstagen auf A12 und A13 lediglich ein Fahrverbot in Richtung Italien bestanden habe. Dies sei heuer auch der Fall, vom 30. Juni bis 25. August. Georg Dettendorfer, Vorsitzender des DIHK-Verkehrsausschusses und selbst Spediteur, hält dieses Vorgehen für „nicht hinnehmbar“.

Deutsche Lkw-Fahrer, die am Freitag in Italien zur Ent- und Beladung stünden, könnten am Samstag ihre Heimat in Deutschland nicht mehr erreichen. Fahrer mit Zielort in Tirol dagegen schon. „Damit wird den Fahrern die Möglichkeit genommen, das Wochenende zu Hause oder am Betriebssitz der Firma zu verbringen“, so Dettendorfer. Sollte der Fahrer dann in Italien die 45-Stunden-Wochenendruhepause in seinem Lkw einhalten müssen, würde er von italienischen Behörden zudem bestraft, da dies gesetzlich nicht mehr erlaubt sei. Als Spedition den Fahrer abzuholen, sei ebenso schwierig: Ein Lkw dürfe aus versicherungstechnischen Gründen nicht unbeaufsichtigt im Ausland stehen. Dettendorfer warnt, dass gesicherte Lkw-Parkplätze an der Brennerautobahn nicht ausreichend vorhanden seien. sen

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