Ein Leben für saubere Tonnen: Müllbehälter-Reinigungs-Service aus Rosenheim ausgezeichnet

Der Rosenheimer IHK-Geschäftsstellenleiter Wolfgang Janhsen überreicht die Ehrenurkunde Klaus und Antonie Storch mit Sohn Markus (von links). knarr

Seit 30 Jahren sorgt der Müllbehälter-Reinigungs-Service (MRS) GmbH Storch aus Rosenheim-Pang für saubere Mülltonnen in ganz Deutschland und darüber hinaus. Dafür gab es jetzt eine Auszeichnung von der IHK für München und Oberbayern. Interview: Franz Knarr

Rosenheim – Wer schon einmal eine dreckige Mülltonne von Hand gereinigt hat, der weiß, wie leidig diese Aufgabe ist. Angenehm, wenn man sie einer Maschine überlassen kann. Genau darauf ist seit über 30 Jahren die Müllbehälter-Reinigungs-Service (MRS) GmbH Storch in Rosenheim-Pang spezialisiert. Was 1990 als kleiner Betrieb mit einem Reinigungsfahrzeug begann, ist inzwischen ein international tätiges Unternehmen geworden. Jährlich werden circa vier Millionen Tonnen und Container sauber gemacht.

Die IHK für München und Oberbayern verlieh jüngst der Familie Storch eine Ehrenurkunde für ihre Unternehmensleistung. Aus diesem Anlass führten die OVB-Heimatzeitungen ein Gespräch mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Markus Storch.

Herr Storch, als ihr Vater das Unternehmen gründete, waren Sie noch ein Kind. An was können Sie sich erinnern?

Markus Storch:An seinen Ehrgeiz! Als erfolgreicher Sportler hat mein Vater auch in seinem Arbeitsleben einen beharrlichen Eifer an den Tag gelegt. Bei der Suche nach einem Reinigungsunternehmen für die eigenen Mülltonnen, er war damals Gastwirt, wurde er einfach nicht fündig. Also hat er es selbst in die Hand genommen. Er erfand und entwickelte zusammen mit Fachleuten spezielle Reinigungsfahrzeuge.

Die Technik ist das eine, wie machte er seine Firma bekannt?

Storch: Er musste einfach Klinken putzen, wie man so schön sagt. Der erste Auftrag kam von Aldi, eine echte Herausforderung. 40 Mülltonnen waren auf einer Strecke von etwa 400 Kilometern verteilt. 1991 wurden bereits die Landesgrenzen überschritten mit kommunalen Aufträgen aus Graz und Telfs in Österreich. Innerhalb von drei Jahren wurde schon ein zweites Spezialfahrzeug in Betrieb genommen.

Die Expansion hat sich ja nicht auf Europa beschränkt.

Storch:Richtig, eines Tages lag eine Einladung nach Dubai in die Vereinigten Arabischen Emirate bei uns im Briefkasten.

Wie kam es dazu?

Storch:Es liegt auf der Hand, dass eine Wüsten-Metropole wie Dubai spezielle Anforderungen bei der Reinhaltung von Abfallbehältern hat. Über die Medien sind die Verantwortlichen dort auf uns aufmerksam geworden. Aus dem Kontakt resultierten die Gründung der Storch Cleaning System LLC im Emirat Sharja, eine Partnerschaft als Lizenzgeber sowie weitere Abschlüsse im Nahen Osten.

Sie sind inzwischen also ein Global Player?

Storch:Angesichts unserer geschäftlichen Verbindungen mit den Arabischen Emiraten könnte man das sagen. Aber unser Kernmarkt ist Deutschland mit Schwerpunkt in Bayern.

Der Begriff Bodenständigkeit scheint gut zu Ihrem Unternehmen zu passen.

Storch:Ich sehe darin die zentrale Qualität eines regionalen Familienunternehmens. Das habe ich von meinen Eltern vermittelt bekommen. Genauso wie das Bewusstsein, in der Welt zu Hause zu sein. Das widerspricht sich nicht.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Storch:Wir haben uns eine Marktposition erarbeitet, auf die wir stolz sein dürfen. Diese Erfolgsgeschichte möchte ich weiterschreiben. Ein Ziel ist dabei, weitere große Städte in Deutschland als Kunden zu gewinnen.

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