Kreutzpointner-Gruppe aus Burghausen steigt bei Startup ein

Handschlag: Kreutzpointner-Geschäftsführer Florian Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter Fritz Kreutzpointner sowie Heinz und Christian Siegert von der Vulidity GmbH (von links) besiegeln die Zusammenarbeit. kreuzpointner

Burghausen/Unterneukirchen – IT-Sicherheit als zentrales Element für den Ausbau eigener Kompetenzen und die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft haben die Kreutzpointner-Unternehmensgruppe mit Sitz in Burghausen für die Beteiligung an einer innovativen Firmenneugründung motiviert: Die Firma Vulidity GmbH aus Unterneukirchen mit ihren zehn Mitarbeitern platziert sich im Bereich der IT-Sicherheit mit zwei eigens dafür entwickelten Produkten.

Zeigen, was imErnstfall passiert

„Vulidity möchte Firmen und Behörden zeigen, welche Möglichkeiten Angreifer haben, um an Daten zu kommen oder Systeme mit Schadsoftware zu infizieren – und wie die vorhandenen IT-Sicherheitssysteme dann reagieren“, sagt Vulidity-Geschäftsführer Christian Siegert. Viele Firmen hätten den Ansatz, sich vor Schadsoftware zu schützen, wüssten aber nicht, was im Ernstfall passieren würde. Vulidity gehe hier als Vorreiter auf den Markt. „Wir wollen nicht die vorhandenen Anbieter der Hard- und Software von Firmen ablösen. Wir zeigen, was im Ernstfall passiert. Und das nicht im Sinne eines Schwachstellenscanners, sondern direkt mit den Mitteln von Angreifern, um echte Szenarien demonstrieren zu können“, so Siegert. Lediglich Schwachstellen zu scannen, reiche heute nicht mehr aus, sagt der IT-Experte.

„Man muss sehen wie Systeme reagieren“, ergänzt sein Bruder Heinz Siegert, ebenfalls Geschäftsführer der Vulidity GmbH. Seit 2011 ist er Leiter der Sparte IT-Security-Systemintegration in der Kreutzpointner- Unternehmensgruppe und damit ideales Bindeglied zur Vulidity.

Da Vulidity ausschließlich im Bereich der Beratung, Informationsgewinnung und der Wirkungsanalyse aktiv ist und selbst keine Aufträge zur IT-Security-Optimierung durchführt, wurde als Systemintegrator für die begleitende Ausführung der Kreutzpointner-Geschäftsbereich IT-Systeme gewonnen.

„Kreutzpointner sieht IT-Sicherheit als zukunftsträchtigen Markt und unterstützt die aktuell zehn Vulidity-Mitarbeiter auf diesem innovativen und agilen Sektor“, erklärt Kreutzpointner-Geschäftsführer Florian Schneider. „Unser neuer Geschäftsbereich IT-Systeme entwickelt sich auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung als wichtige Kompetenz, die wir weiter ausbauen werden“, so Schneider.

„Wir waren begeistert von der Idee und der technischen Kompetenz der Vulidity GmbH. Daher haben wir es als Chance gesehen, uns hier beteiligen zu können“, erklärt Geschäftsführender Gesellschafter Fritz Kreutzpointner.

Mittelstand undIndustrie im Visier

Die Vulidity-Produkte werden derzeit hauptsächlich in Deutschland für Kunden von Behörden, Kliniken sowie Firmen und Einrichtungen im militärischen Bereich eingesetzt, nun visiert man den Mittelstand und Industriekunden an, „auch im europäischen Bereich“, sagt Heinz Siegert. „Das kann das familiengeführte Unternehmen mit 20 Mitarbeitern in der Region sein oder auch der internationale Konzern mit mehreren Tausend Beschäftigten und Standorten auf der ganzen Welt.“ Zudem entwickele man gerade ein neues Produkt im Bereich Blockchain und automatisiertes Monitoring, das im großen Feld der IT-Security speziell für private Anwender als iOS und Android App konzipiert werde, ergänzt Christian Siegert.

Der nächste Meilenstein für die junge Startup-Firma: Anfang März wird Vulidity bei der Cybersecurity-Messe „Command Control 2020“ in München vertreten sein und wird dort auch an der Startup-Challenge teilnehmen. Ebenso präsentiert man sich dieses Jahr noch auf einem IT-Security Event auf internationaler Ebene in Israel.

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