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Unternhemen „tempLED“

Kiefersfeldener Firma lässt der Industrie ein Licht aufgehen

Die Kiefersfeldener Schulturnhalle erstrahlt im Lichte der neuen LED-Leuchten. Geschäftsführer Anton M. Huber präsentiert das in Kiefersfelden entwickelte neue modulare LED-Lichtband (kleines Bild). Hoffmann
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Die Kiefersfeldener Schulturnhalle erstrahlt im Lichte der neuen LED-Leuchten. Geschäftsführer Anton M. Huber präsentiert das in Kiefersfelden entwickelte neue modulare LED-Lichtband (kleines Bild). Hoffmann
  • VonFranz Hoffmann
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Wo in der Industrie herkömmliche Leuchten scheitern, lässt die Firma „tempLED“ aus Kiefersfelden ein Licht aufgehen. Hallenhöhen über 50 Meter sind für die modularen LED-Leuchten aus dem Inntal kein Problem. Dementsprechend rasant wächst tempLED, der Umsatz hat sich in fünf Jahren verzehnfacht.

Kiefersfelden – Von Kiefersfelden hinaus in die weite Welt, so stellt sich die Geschäftsidee der Firma „tempLED“ vereinfacht dar. Das Familienunternehmen der beiden Geschäftsführer Anton und Anton M. Huber (Vater und Sohn), das im Jahre 2016 in Rosenheim gegründet wurde, ist ein sogenannter „Nischenanbieter“ innerhalb der LED-Industrieleuchten-Branche und auf expansivem Wege. Die beiden Geschäftsführer, aus dem benachbarten Tirol kommend, setzten nach langjährigen beruflichen Erfahrungen in der Lichtbranche ihre Idee eines eigenen Unternehmens um.

Voraussetzungen in Kiefersfelden besser

Schon ein Jahr nach der Geschäftseröffnung zog es die Firmengründer nach Kiefersfelden, wo man mit zunächst fünf Mitarbeitern ans Werk ging. Hier in der Kiefer fand man die notwendigen Geschäfts- und Lagerräume sowie das logistische „know how“. „Eine Vielzahl unserer Kunden sitzen in Deutschland und Kiefersfelden ist eine aufstrebende Region“, so Huber junior, und weiter, „es sind kurze Wege, unser Tor zu Deutschland“.

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Dieses Tor wurde im Laufe der nächsten fünf Jahre ständig erweitert. Heute hat das Unternehmen Vertriebsstandorte in Hamburg und Wien, der Konfektionsstandort ist in Itter (Tirol) und für das nächste Jahr ist ein weiterer Außenposten in Düsseldorf geplant.

Schwerpunkte Innovation und Entwicklung

Schon jetzt blickt Geschäftsführer Anton M. Huber auf „erfolgreiche fünf Jahre mit einer positiven Entwicklung in allen LED-Bereichen“ zurück. Innovation und Entwicklung der „Light-emitting diode“, zu Deutsch: Leuchtdiode (LED), stehen bei tempLED „an erster Stelle“, so Huber. Ob der Einsatz in Hochtemperaturbetrieben wie bei Thyssen-Krupp, in Werften (Bloom und Voss) oder bei Airbus, die Kieferer Unternehmer habe für alles eine Lösung, denn bei Hallenhöhen weit über 50 Meter scheitern herkömmliche Leuchten.

Außergewöhnliche Lebensdauer

Gepaart mit Funksteuerung und Tageslichtsensoren kommen zudem energiesparende Momente aufs Anbietertableau. Ein weiterer großer Vorteil ist die Lebensdauer der Hochleistungs-LED, die bei über 100 000 Betriebsstunden liegt (herkömmliche Leuchten liegen bei 20- bis 50000 Betriebsstunden) und die eine deutlich bessere Effizienz aufweisen.

Für jeden Anspruch eine individuelle Lösung

Neben der Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Vorteil der modulare Aufbau. Das bedeutet, dass die Leuchten ihren jeweiligen, sich auch ändernden, Ansprüchen entsprechend erweitert oder abgeändert werden können und somit ein Neukauf unterbleiben kann.

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Ganz neu dabei ist die eigene Entwicklung eines modularen „Lichtbandes“ aus langlebigem Aluminium. Dabei kann der Kunde die Beleuchtung entsprechend seiner jeweiligen Ansprüche selbst konfigurieren. Diese Lichtbänder sind auch extremtemperaturtauglich (plus 70 bis minus 40 Grad) und modular zusammenstellbar. Sie sind umweltfreundlich gesteckt und nicht geklebt oder gelötet.

Jede Leuchte ersetzt 80 Buchen

Der Vorteil dieser innovativen Beleuchtung liegt laut Huber junior neben der Langlebigkeit auch in der Umweltfreundlichkeit. So spart dem Anbieter zufolge jede verbaute Leuchte jährlich rund 1,3 Tonnen CO² ein, das sind etwa 80 gepflanzte Buchen pro Jahr.

Neben der Umweltfreundlichkeit kommen noch Nachhaltigkeit und Energiekostenersparnis hinzu. „Zwischen 50 und 75 Prozent sparen Kunden bei Einbau dieser Leuchten gegenüber herkömmlicher Beleuchtung, das heißt, die Anschaffungskosten amortisieren sich schon nach deutlich unter fünf Jahren Laufzeit“ erklärt der Geschäftsführer.

Qualitätsstandard wird jährlich überprüft

Das Unternehmen hat die „ENEC-Zulassung“ für Europa, damit führt tempLED den Nachweis, dass seine produzierten Leuchten den Anforderungen der europäischen Normen entsprechen. „Dieser europäische Qualitätsstandard wird alljährlich genauestens überprüft“, stellt der Geschäftsführer fest. Und all das wird in Kiefersfelden entwickelt, produziert und von dort auch ausgeliefert.

Das hat sich scheinbar schnell rumgesprochen, denn das Unternehmen blickt auf „exponentielles Wachstum“, so Anton M. Huber. Gestartet 2016 mit einem Jahresumsatz von gut 670 000 Euro und fünf Mitarbeitern, erhöhten sich die Zahlen bis zum Jahre 2020 auf 5,1 Millionen Euro, bei damals 23 Mitarbeitern. Für heuer erwarten die beiden Geschäftsführer sogar eine Umsatzsteigerung auf bis zu 6,8 Millionen Euro und die Mitarbeiterzahl liegt jetzt bei knapp unter 30, mit überwiegend qualifizierter Aus- und Weiterbildung, wobei hier das Ende noch nicht erreicht ist und weitere Mitarbeiter gesucht werden.

„tempLED ist für uns ein Glücksfall“

Bürgermeister Hajo Gruber (UW), dessen Gemeinde bereits insektenfreundliche LED-Außenbeleuchtung in verschiedenen Straßenzügen installieren und auch die Schulturnhalle mit den neuen Leuchtkörpern ausstatten ließ, ist „begeistert von dieser neuen Technologie“. Weiter preist er die „ständige Ansprechbarkeit und die kurzen Wege bei tempLED. Für uns ist das ein Glücksfall, dass das innovative Unternehmen bei uns angesiedelt ist“.

Bernd Holzner, Vorsitzender des WSV Kiefersfelden – die neuen Leuchten von tempLED bescheinen die kleine Skipiste (Mesner-Hang) mitten im Dorf – ist ebenfalls „sehr zufrieden. Wir haben eine gute Beratung erhalten und erfahren durch das Unternehmen jedwede Unterstützung“. Nicht nur er freut sich schon auf „die Nachtfahrten auf der kleinen, schneebedeckten Piste, die jetzt bestens ausgeleuchtet ist“.

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