Kathrein Digital Systems aus Rosenheim sendet positives Signal in Corona-Krise

Vergangenes Jahr hat sich die Firma Kathrein Digital Systems von der Kathrein SE abgespalten. In der Corona-Krise kommen aus der Rosenheimer Geschäftszentrale nun positive Nachrichten: Das Unternehmen konnte seine Marktposition nicht nur sichern, sondern sogar leicht ausbauen. Die zurzeit hohe Nachfrage im Elektrogewerbe konnte aufgefangen werden. dpa
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Vergangenes Jahr hat sich die Firma Kathrein Digital Systems von der Kathrein SE abgespalten. In der Corona-Krise kommen aus der Rosenheimer Geschäftszentrale nun positive Nachrichten: Das Unternehmen konnte seine Marktposition nicht nur sichern, sondern sogar leicht ausbauen. Die zurzeit hohe Nachfrage im Elektrogewerbe konnte aufgefangen werden. dpa

Seit einem Jahr ist Kathrein Digital System (KDS) selbstständig. Das Jubiläum fällt jedoch in turbulente Zeiten. Die Corona-Krise hält die Region in Atem. Nichtsdestotrotz vermeldet die Geschäftszentrale positive Nachrichten: Unter anderem konnte die Nachfrage im Elektroinstallationsgewerbe zuletzt komplett aufgefangen werden.

Von Alexandra Schöne

Rosenheim – Die Auswirkungen der Corona-Krise richten momentan auf der ganzen Welt einigen Schaden an, vor allem in der Wirtschaft. Doch es gibt auch positive Signale zu vermelden.

Kathrein Digital Systems (KDS), Marktführer für digitalen Empfang von Satellit, Terrestrik, Kabel und IP sowie deren Signalverteilung, feiert diesen April das einjährige Jubiläum seiner Selbstständigkeit. KDS kapselte sich vergangenes Jahr von der Kathrein SE ab, deren Kerngeschäft, die Antennen- und Filtersparte, seit gut sechs Monaten Bestandteil des schwedischen Ericsson-Konzerns ist.

Im Home Office mit neuer Software

Das kommt der Firma jetzt in der Corona-Krise zugute: „Wir haben uns eine eigene IT-Abteilung eingerichtet. Somit haben unsere Mitarbeiter größtenteils eine neue Hard- und Software-Ausstattung bekommen“, erklären die Geschäftsführer Uwe Thumm und Michael Auer. „Die lässt es zu, vom Home Office aus zu arbeiten, was, wenn möglich, auch genutzt wird. Wo Präsenz im Werk erforderlich, versuchen wir, dass immer nur ein Mitarbeiter im Büro sitzt und die Abstände möglichst groß sind.“

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Im Logistik-Zentrum seien zusätzlich hohe hygienische Vorschriften und Zutrittsbeschränkungen eingeführt worden. „Die aktuelle Situation während der Corona-Krise wirft zusätzliche Herausforderungen auf“, so Thumm. „Jedoch war es uns möglich, die im März aufgetretene hohe Nachfrage im Elektroinstallationsgewerbe komplett aufzufangen“, stellt er fest. „Das war ein richtiger Stresstest. Aber je bewegter die Zeiten, desto schneller verlaufen sie.“

Das Unternehmen konnte seine Vorreiterrolle auf dem Markt zuletzt sichern sowie sogar leicht ausbauen. Mit dem Umsatz im vergangenen Jahr sei man zufrieden, auch wenn das selbst gesteckte Ziel nicht erreicht wurde. Das Bestreben für dieses Jahr sei, die Corona-Krise „so gut wie möglich und am besten unbeschadet“ zu überstehen. „Wir haben uns außerdem vorgenommen, den Umsatz zu steigern. Auch möchten wir weiterhin eine gesunde, sich selbsttragende Firma sein – hier wissen wir aber auch, dass wir uns dafür strecken müssen“, betont Auer. Die Erweiterung des Sortiments sowie eine internationalere Aufstellung im Vertrieb seien notwendig.

Die diesjährige Umsatz- und Marktprognose sei eigentlich sehr positiv gewesen. „Aktuell ist die Situation auch noch gut, aber was das Thema Corona noch für Folgen oder Überraschungen bereithält, lässt sich leider noch nicht abschätzen“, sagt Thumm.

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KDS bleibt weiterhin lieferfähig

Durch die Produktion und den Zusammenbau eines Großteils des Sortiments in Deutschland ist das Unternehmen laut Auer jedoch weiterhin lieferfähig. „Aktuell gibt es kaum Einschränkungen, aber das könnte sich noch ändern – je nachdem, wie sich die Lage entwickelt.“ Gleichzeitig verdeutlichen die beiden Geschäftsführer den Anspruch, noch besser zu werden: „Vieles haben wir in den vergangenen zwölf Monaten mit Bravour gemeistert, aber es gibt noch einiges zu verbessern“, konstatiert Thumm. Sich in einem schwierigen Marktumfeld zu bewegen und zu behaupten, sei kein leichtes Unterfangen. Dennoch sei es gelungen, das erste Jahr der KDS erfolgreich mit neuen Produkten zu gestalten, unter anderem im Bereich Sicherheitstechnik.

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Aktuell beschäftigt Kathrein Digital Systems in Deutschland rund 80 Angestellte. 30 davon arbeiten am Firmensitz in Rosenheim. „Unsere Mitarbeiterzahl ist, bis auf drei offene Stellen im Vertrieb, gleichgeblieben und die Fluktuation gering“, betont Thumm. „Jetzt fokussieren wir uns darauf, wie wir unsere Partner so effektiv wie möglich durch die aktuelle Situation begleiten“, ergänzt Auer. „Aber wir setzen auch neue Impulse, zum Beispiel der Start unserer DAB-Plus-Radios im nächsten Mai. Das ist ein großartiges Projekt“, freut er sich.

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