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Ein großer Sprung auf der Karriereleiter

Junge Schreiner erhalten in Traunstein Meisterbrief nach Vorbereitungslehrgängen

Prüfungsbester aus dem aktuellen Schreinermeister-Teilzeitkurs: Matthias Enders aus Babensham (Dritter von links). Es gratulierten: (von links) Franz Ertl, Leiter des Bildungszentrums, Sepp Konhäuser, Stellvertretender Landrat, und Andreas Weinzierl, Obermeister der Schreinerinnung Traunstein.
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Prüfungsbester aus dem aktuellen Schreinermeister-Teilzeitkurs: Matthias Enders aus Babensham (Dritter von links). Es gratulierten: (von links) Franz Ertl, Leiter des Bildungszentrums, Sepp Konhäuser, Stellvertretender Landrat, und Andreas Weinzierl, Obermeister der Schreinerinnung Traunstein.

Es riecht gut, es ist warm, es ist angenehm anzufassen, und es schaut gut aus. „Aber diese Eigenschaften entfaltet es erst richtig, wenn das Holz meisterlich in Form gebracht worden ist. Und mit Ihren Projektarbeiten haben Sie gezeigt, wie man das macht!“

Traunstein – So lobte Franz Ertl, Leiter des Bildungszentrums der Handwerkskammer in Traunstein, bei der Abschlussfeier der Meistervorbereitungslehrgänge im Schreinerhandwerk im Forum Chiemgau in Traunstein.

43 bekommen ihr „Qualitätssiegel“

29 junge Schreiner hatten sich erfolgreich durch den Meisterkurs mit Fachpraxis und -theorie, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnissen und die Ausbildereignung gekämpft. Auch die letztjährigen erfolgreichen 14 Teilnehmer des Kurses erhielten ihr „Qualitätssiegel“ in Form des Meisterbriefes nachgereicht.

Nachdem der Lockdown im Oktober 2020 eine öffentliche Veranstaltung verhinderte, wurden die erfolgreichen Kursteilnehmer des vergangenen Jahres heuer mit eingeladen. Im Vollzeitkurs bestanden alle Teilnehmer mit einer Ausnahme, ebenso im Teilzeitkurs. Ertl dankte auch den Dozenten, die unter erschwerten Bedingungen den Stoff gut vermittelt hätten. Die jungen Meister hätten einen großen Sprung auf der Karriereleiter gemacht. Als Meister könnten sie sich nun selbstständig machen oder an allen bayerischen Hochschulen und Universitäten studieren. Sie haben mit ihrem Erfolg den Titel „Meister“ und „Bachelor Professional“ erworben. Traunsteins Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser ermutigte die jungen Schreiner: „Handwerk hat goldenen Boden. Bleibt da, bildet aus.“ Wenn er die Ausstellungsstücke sehe, dann empfinde er Stolz.

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Traunsteins Obermeister Andreas Weinzierl monierte, dass im neuen Deutschen Bundestag nur zwei Prozent der künftigen Abgeordneten Handwerksmeister seien. Er betonte, dass es nicht die Aussicht auf kurze Arbeitszeiten und hohe Gehaltszahlungen gewesen sei, warum sich die jungen Ex-Schreinergesellen weitergebildet hätten und den Meisterkurs gemacht hätten. Das Handwerk müsse wertgeschätzt werden. Werner Scharf, Ehrenobermeister der Schreiner-Innung Berchtesgadener Land, stellte den beruflichen Wert junger Fachkräfte heraus: „Wir Handwerker sind gefragt und wir dürfen stolz sein!“. Beruflich könne man sich als selbstständiger Schreinermeister mit der Innung und ihren Betrieben verbinden, die Wirtschaftsförderung und die Handwerkskammer könnten in solchen Netzwerken wichtige Partner sein.

Meisterstücke öffentlich präsentiert

Am Wochenende wurden die Arbeiten unter dem Motto „Meisterstücke des Wohnens“ der Öffentlichkeit gezeigt. Die jungen Meister standen interessierten Besuchern für Information und Beratungen zur Verfügung. Im kommenden Jahr wird es wieder einen Meistervorbereitungskurs Teil I und Teil II in Teilzeit in Traunstein geben. Für die Plätze ist jetzt die Anmeldung im Bildungszentrum der Handwerkskammer unter Telefon 0861/989770 möglich.

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