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Corona sorgte für Absturz

IHK prognostiziert steigende Exportumsätze im Raum Rosenheim

Mit dem Lkw über die Grenze bei Kiefersfelden: Der Exportumsatz muss laut IHK dringend wieder wachsen.
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Mit dem Lkw über die Grenze bei Kiefersfelden: Der Exportumsatz muss laut IHK dringend wieder wachsen.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Die Zeit des Leidens ist vorbei. Laut der Industrie- und Handelskammer erholt sich die Wirtschaft in der Region von den Folgen der Corona-Pandemie und verzeichnet wieder mehr Auslandsumsätze. Doch nicht alle Landkreise entwickeln sich nach dem Trend.

Rosenheim/Traunstein/Mühldorf – Die Wirtschaft in der Region erholt sich langsam von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zu diesem Schluss kommt man bei der Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern (IHK) beim Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Bereich Export. Nachdem der Umsatz im Landkreis Rosenheim im Jahr 2020 um rund 25 Millionen Euro zurückgegangen ist, rechnet die IHK nun wieder mit steigenden Auslandsumsätzen für die Betriebe in der Region.

Weltweite Nachfrage hilft dem Landkreis

„Die weltweite Nachfrage, besonders aus China, zieht stark an und hilft uns auf dem Weg aus der Corona-Krise“, sagt Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim. Da die aktuellen Exportumsätze bayernweit eine Rekordhöhe von 82,9 Milliarden Euro (57,1 Prozent des Gesamtumsatzes) erreicht haben, ist er davon überzeugt, dass sich der Trend auch in Stadt und Landkreis Rosenheim fortsetzt.

Bisher zeigen die Zahlen des des Bayerischen Landesamts für Statistik allerdings keine Entlastung. Allein in der Stadt Rosenheim sanken die Auslandsumsätze in den Industriebetrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern im Jahr 2020 von 58,8 auf 57,6 Prozent des Gesamtumsatzes.

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Die Exportquote im Landkreis lag im Jahr 2019 sogar nur bei 45,1 Prozent und im vergangenen Jahr bei 44,2 Prozent. Insgesamt erzielten die Unternehmen in Stadt und Landkreis damit Auslandsumsätze in Höhe von rund 2,2 Milliarden Euro.

Auch die Exportquote im Landkreis Traunstein fiel während der Corona-Krise auf 54,6 Prozent. Dort erzielten die 56 erfassten Betriebe im Jahr 2020 Exportumsätze im Wert von rund 2,8 Milliarden Euro und bleiben damit laut Nikolaus Binder, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Traunstein, ein „wichtiger Schrittmacher für die Wirtschaft in der Region“.

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Im Landkreis Mühldorf ist der Anteil der Exporte am Gesamtumsatz vergleichsweise gering. Dort lag die Exportquote vor der Corona-Krise im Jahr 2019 bei 41,3 Prozent. Im vergangenen Jahr betrug sie lediglich 37,9 Prozent. Somit erwirtschafteten die 52 größeren Unternehmen der Region rund 945 Millionen Euro.

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Nur im Landkreis Altötting gab es einen deutlichen Anstieg der Exportquote von 46,4 Prozent (2019) auf 53,7 Prozent (2020). Die 36 Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern konnten hier einen großen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro erwirtschaften.

„Gerade nach monatelangem Lockdown und schweren Einbußen in vielen Bereichen hilft das Exportgeschäft sehr“, bilanziert die Vizepräsidentin und Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Altötting-Mühldorf, Ingrid Obermeier-Osl.

Gleichzeitig sei die Exportwirtschaft im Landkreis allerdings langfristig auf die Standortbedingungen angewiesen. Damit die Exportumsätze auch in Zukunft weiter steigen können, muss man, da sind sich die Landkreisvorsitzenden einig, international wettbewerbsfähig bleiben.

Wettbewerb für erfolgreichen Verkauf

Um den Wirtschaftsschwerpunkt weiter zu fördern, organisieren die bayerischen IHKs, die Handwerkskammern und „Bayern International“ unter der Federführung des Wirtschaftsministeriums den Wettbewerb „Exportpreis Bayern 2021“. Dabei werden Firmen mit bis zu 100 Mitarbeitern in den drei Kategorien „Erfolgreiche Auftragsabwicklung“, „Gelungene Markterschließung und Kundengewinnung“ sowie „Beachtliche Innovation“ in Corona-Zeiten ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 17. November in München statt.

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