RAUM FÜR INNOVATIONEN

Hochschule ist bayerische Pilothochschule für Innovation Lab

Die Rosenheimer Hochschule hat als Pilothochschule ein Innovation Lab erhalten. ps
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Die Rosenheimer Hochschule hat als Pilothochschule ein Innovation Lab erhalten. ps

Die Hochschule Rosenheim hat sich durch ihre praxisnahen Veranstaltungen als Pilothochschule für ein sogenanntes Innovation Lab qualifiziert. Die Innovation Labs sind eine Initiative des Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B). Deren Ziel ist es, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzubringen, damit diese sich gegenseitig Impulse geben und Innovationen entstehen können.

Rosenheim – Sie sollen eine Anlaufstelle für alle Studierenden der staatlichen Hochschulen Bayerns sowie für alle Unternehmen in Bayern sein, um Innovationen in einem überschaubaren Umfeld zu erproben und prototypisch zu entwickeln. Die Ergebnisse sollen in Unternehmen oder als Grundlage für Unternehmensgründungen verwendet werden. Im Zentrum des Projektes steht die interdisziplinäre Vernetzung, die mittels einer digitalen Ideenbörse umgesetzt wird. In einer einjährigen Testphase wird nun je ein Innovation Lab an der Hochschule Rosenheim sowie an der zweiten Pilothochschule, der TU München, aufgebaut.

„Der Schwerpunkt des Innovation Labs liegt auf dem Bereich IT. Wir haben den Zuschlag als Pilothochschule sicherlich auch aufgrund unserer Erfahrung bekommen“, sagt Prof. Gerd Beneken, der das Projekt gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Dr. Martin Deubler betreut. Bislang seien die Projekte jedoch über die Professoren getrieben gewesen. „Mit dem Innovation Lab bekommt dies nun einen organisatorischen Rahmen und es kann aufgrund der Förderung ein zusätzlicher Coach beschäftigt werden.“

Grundgedanke der Ideenbörse ist, dass sich Studierende und Unternehmen zusammenfinden, um gemeinsam Ideen prototypisch zu entwickeln. Unternehmen können eigene Problemstellungen beitragen. Studierende können ebenfalls Ideen einreichen, ob als Lösungen für Problemstellungen oder unabhängig davon. Derzeit werden bereits sechs Projekte sowohl mit Rosenheimer als auch Münchner Firmen realisiert.

In Rosenheim und an der TU München wird gerade die notwendige Software-Infrastruktur aufgebaut und erprobt. Ein wichtiges Kriterium der Innovation Labs ist das ortsunabhängige Arbeiten, um optimale Vernetzungsmöglichkeiten zu schaffen. Dieses soll beispielsweise durch Online-Workspaces oder Web-Konferenzen gewährleistet werden. Nach Ablauf der Testphase und Evaluation ist ein Rollout der Innovation Labs an weiteren Standorten geplant, für den sich interessierte Hochschulen sowie die beiden Pilothochschulen bewerben können.

Hintergrund für die Einrichtung der Innovation Labs ist, dass die fortschreitende Digitalisierung eine immense Fülle an Innovationsmöglichkeiten bietet. Täglich entstehen neue Dienste und Produkte. Diese können Start-ups und kleinere Unternehmen schneller nutzen als große Unternehmen: Längere Entscheidungsprozesse, aufwendige Einführungs- oder Umstellungsmaßnahmen sowie ein höherer Finanzierungsaufwand stehen hier im Weg. An dieser Stelle setzen die Innovation Labs an, die eine Maßnahme der Digitalisierungsstrategie unter der Feder von Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie, sind.

Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster betont die Bedeutung der Fördermaßnahme: „Die produktive Vernetzung von Hochschule und Wirtschaft ist entscheidend, damit Bayern auch in Zukunft als Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig bleibt und den technologischen Fortschritt vorantreiben kann. Ich freue mich, dass die Hochschule Rosenheim den Förderzuschlag erhält und mit dem Innovation Lab eine Ideenschmiede aufbauen kann.“ Gerd Beneken ergänzt: „Mit Ablauf der Pilotphase gibt es einen Wettbewerb um künftige Innovation Labs. Natürlich wollen wir eine Einrichtung wie diese weiter behalten.“ nk/re

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