Herbstprognose des IAB: Arbeitslosigkeit in Rosenheim und Traunstein wird erheblich steigen

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) befürchtet einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Region.
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Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) befürchtet einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Region.

Düstere Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): In den Landkreisen Rosenheim und Traunstein wird die Arbeitslosigkeit nach Einschätzung der IAB-Experten deutlich ansteigen.

Rosenheim/Traunstein – Die Arbeitslosigkeit wird 2020 in den Agenturbezirken Rosenheim und Traunstein erheblich steigen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnet in seiner Herbstprognose im mittleren Konjunkturszenario für Rosenheim mit einem Anstieg um 2800 auf 10 000 Erwerbslose. Das ist ein Plus von 38,9 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2021 werden die Erwerbslosenzahlen laut IAB im Bezirk weiter steigen, um 400 beziehungsweise vier Prozent auf 10 400.

„Das bereitet und Sorge“

„Wir erleben derzeit einen seit über zehn Jahren nicht mehr gesehenen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Bei einer noch schlechteren wirtschaftlichen Entwicklung, im Negativszenario der IAB-Prognose, würde die Arbeitslosigkeit in 2021 deutlich stärker, um 13 Prozent beziehungsweise 1300 Personen auf 11.300 Arbeitslose steigen. Das bereitet uns Sorge. Und noch ist das weitere Pandemie-Geschehen völlig offen. Der derzeitige teilweise Lockdown ist in den Zahlen noch nicht abgebildet“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (Vbw), Bertram Brossardt.

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Laut Prognose wird die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Rosenheim 2020 um rund 300 auf 196 400 Personen sinken. Im Jahresdurchschnitt 2021 wird die Beschäftigung mit 199 000 Personen wieder um 1,3 Prozent beziehungsweise um 2600 Personen höher liegen als 2020. „Im kommenden Jahr zeigen die Prognosen wieder eine Erholung an. Dennoch nimmt die Arbeitslosigkeit im Arbeitsagenturbezirk Rosenheim zunächst noch einmal zu. Wir rechnen frühestens 2022 damit, dass Vorkrisenniveau wieder zu erreichen“, so Brossardt.

In Traunstein ein Plus von 27,5 Prozent erwartet

Im Bezirk Traunstein sieht es laut IAB-Berechnungen ähnlich düster aus. Die Arbeitslosigkeit wird dort 2020 um 2200 auf 10 200 Erwerbslose steigen. Das ist ein Plus von 27,5 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2021 werden die Erwerbslosenzahlen weiter steigen, um 700 beziehungsweise 6,9 Prozent auf 10 900. Bei einer noch schlechteren wirtschaftlichen Entwicklung, im Negativszenario der IAB-Prognose, würde die Arbeitslosigkeit in Traunstein 2021 deutlich stärker, um 15,7 Prozent beziehungsweise 1600 Personen auf 11 800 Arbeitslose steigen.

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Laut Prognose wird die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Traunstein 2020 dennoch um rund 700 auf 197 300 Personen sinken. Im Jahresdurchschnitt 2021 wird die Beschäftigung mit 200 800 Personen wieder um 1,8 Prozent beziehungsweise um 3500 Personen höher liegen als 2020.

Industrieller Strukturwandel

Die Vbw sieht neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie auch den industriellen Strukturwandel sowie wachsende außenwirtschaftliche Risiken mit Sorge. Dazu kommen auch innenpolitische Fehlanreize, die die Wirtschaft belasten. „Weltweit haben wir die vierthöchsten Arbeitskosten, dazu stetig steigende Strom- und Energiekosten“ erklärt Brossardt.

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