Heimische Wirtschaft gut aufgestellt

Thomas Kaiser leitet bei der HypoVereinsbank das Firmenkundengeschäft Oberbayern Süd. maier

Rosenheim – Nach fast rauschhaften Jahren sind für die deutsche Wirtschaft härtere Zeiten angebrochen, die auch die heimischen Unternehmen vor Herausforderungen stellen.

„Es zeigt sich jetzt, dass wir in der Region eine gesunde Wirtschaftsstruktur haben“, sagt Thomas Kaiser, Leiter des Firmenkundengeschäfts der HypoVereinsbank in Oberbayern Süd, im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen anlässlich einer aktuellen Auswertung des Geldinstituts zum Thema Internationalisierung.

Es sei keine Konzentration auf bestimmte Wirtschaftszweige wie in anderen Regionen vorhanden, so Kaiser weiter. „Wir haben rund 68 000 Unternehmen im Bereich Oberbayern Süd, die eine große Vielfalt aufweisen. Es gibt damit keine deutlichen Abhängigkeiten von wenigen Schlüsselbranchen.“ Nach Kaisers Worten macht sich zudem bemerkbar, dass die Unternehmen deutlich robuster aufgestellt sind als noch vor 15 Jahren. „Sie haben ihre Eigenkapitalquote signifikant erhöht und auch das Risikomanagement ist deutlich besser“, führt er aus. Die Firmen hätten die erfolgreichen Jahre genutzt, um sich strukturell für härtere Zeiten zu wappnen. Das mache sich jetzt bezahlt. Wachstumsmöglichkeiten sieht Kaiser vor allem bei Exporten. „Bereits jetzt steht jeder sechste Arbeitsplatz direkt in Bezug zum Auslandsgeschäft“, so der Experte. Diese Bedeutung werde in den kommenden Jahren trotz der Unsicherheiten im Welthandel weiter zunehmen.

„Die Internationalisierung bietet vielen Unternehmen in Oberbayern Süd die Chance, von den häufig höheren Wachstumsraten außerhalb Deutschlands zu profitieren.“ Der Blick in die Statistik belege, dass das internationale Geschäft in Zukunft immer wichtiger werde.

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