Grundpfeiler für eigene Zukunft geschmiedet

Herausragende Leistungen im Metallhandwerk(Mitte, von links): Lukas Hofmeister, Lukas Moltke und Joonas Emil Armas Falkenberg. Es gratulierten Kreishandwerksmeister Gerhard Kotter (ganz links), Prüfungsvorsitzender Fritz Graßl (Zweiter von links) und Innungs-Obermeister Franz Pfeffer (rechts).

Traunstein/Traunreut – Das heimische Metallhandwerk bekommt kräftige Verstärkung: 37 Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik und zwei Fachpraktiker für Metallbau haben die Gesellenprüfung im Sommer beziehungsweise mit der Winterprüfung abgeschlossen und sorgen für dringend benötigten beruflichen Nachwuchs in den heimischen Fachbetrieben.

Die Freisprechung fand in den Räumlichkeiten der Jugendsiedlung in Traunreut statt.

Herbert Schultes, stellvertretender Schulleiter der Jugendsiedlung, betonte, dass der Metallbau in vielen Bereichen des täglichen Lebens und Gütern vorkomme. „Ihr schafft viele kreative Lösungen, die uns weiterhelfen.“

„Keineinfacher Beruf“

Stellvertretender Obermeister der Metall-Innung, Wolfgang Petry, lobte die Gesellen und wies darauf hin, dass der Beruf des Metallbauers kein einfacher sei. Trotzdem sei Zuversicht angebracht: „Ihr habt es gut geschafft und jetzt geht es weiter.“ Mit den eigenen Händen könnten sie etwas schaffen, was den Kunden freue. Die Arbeit der Metallbauer und Schlosser sei unverzichtbar: „Wenn es der Schlosser nicht kann, dann kann es meist keiner mehr.“

Oberstudiendirektor Wolfgang Kurfer von der Berufsschule I in Traunstein bedankte sich bei allen Beteiligten an der dreieinhalbjährigen Ausbildung und Gesellenprüfung. „Sie haben die Grundpfeiler für die berufliche Zukunft geschmiedet und gebogen“, so der Schulleiter. Nun könne der Beruf zur Berufung werden, das Metallhandwerk eine erfolgversprechende Karriereleiter aufstellen.

39 erfolgreicheAbschlüsse

Prüfungsvorsitzender Fritz Graßl ging auf die zurückliegenden Sommer- und Winterprüfungen ein. 37 Auszubildende hatten sich der Gesellenprüfung gestellt, alle schafften den begehrten Abschluss. Auch zwei Fachpraktiker für Metallbau waren erfolgreich angetreten.

Prüfungsbester ist Joonas Emil Armas Falkenberg aus Traunstein vom Ausbildungsbetrieb Fritz Graßl in Traunstein mit einer Gesamtnote von 92,32 Prozent, was einem „sehr gut“ entspricht. Lukas Moltke aus Anger vom Ausbildungsbetrieb Heinz Bender in Piding stand ihm mit einer Gesamtnote von 92,88 Prozent (sehr gut) kaum etwas nach. Lukas Hofmeister aus Kirchanschöring vom Ausbildungsbetrieb Stöckl Maschinenbau in Fridolfing ist mit einer Gesamtnote von 93,07 Prozent (sehr gut) Innungsbester. Alle drei wurden für ihre außergewöhnliche Leistung besonders geehrt.

Hofmeister sprach im Namen der jungen Gesellen seinen Dank an die Ausbilder und Lehrkräfte aus und vergaß auch die Eltern nicht, die geholfen hätten, dass sie die Herausforderung der Ausbildung erfolgreich gemeistert haben.

Kreishandwerksmeister Gerhard Kotter stellte in seiner Festrede das gezeigte Können, das Durchhaltevermögen und den Fleiß der jungen Gesellen heraus, die große Anerkennung verdienten. Er würdigte gleichzeitig alle, die zum Gelingen der erfolgreichen Prüfung beigetragen hatten. Der Bäckermeister blickte zurück auf die historischen Ursprünge der Freisprechung, Züchtigung durch den Lehrherren, Wanderschaft und Eheverbot inklusive.

Im Nachgang sprach der Kreishandwerksmeister gemäß der jahrhundertealten Tradition die Gesellen von den Pflichten des Lehrverhältnisses frei und hob sie unter lang anhaltendem Applaus in den Stand der Junggesellen. wz

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