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CORONA-PANDEMIE HINTERLÄSST SPUREN

Frühling belebt den Arbeitsmarkt in der Region

Belebender Frühling: Die Zahlen sind gegenüber März leicht gesunken. Klinger
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Belebender Frühling: Die Zahlen sind gegenüber März leicht gesunken. Klinger
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Der Frühling behält seine belebende Wirkung auf den Arbeitsmarkt in der Region.. Die Arbeitslosenzahl im Bezirk Rosenheim ist von 12. März bis 13. April um 770 Menschen auf 9750 gesunken.

Rosenheim – „Dieser Rückgang liegt leicht über dem vor zwei Jahren, also vor Corona-Zeiten“, sagt Michael Schankweiler, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Rosenheim.

Erfreulich sei außerdem, dass die Arbeitslosigkeit in allen Regionen des Agenturbezirks – der Stadt und dem Landkreis Rosenheim sowie den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen, – zurückgegangen sei. Nach Auskunft der Agentur ist die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent gesunken. Sie liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres.

3000 Menschen haben sich abgemeldet

Ein positives Signal erkennt der Agenturchef auch in der Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 2250 Menschen haben sich bei der Agentur und den Jobcentern gemeldet, weniger als zum April der vergangenen beiden Jahre. 3000 Menschen haben sich abgemeldet, so viele wie 2019. Die Betriebe haben 1160 neu zu besetzende Stellen gemeldet, 300 mehr als im Vormonat.

Allerdings betont Schankweiler auch, dass die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen nach wie vor hoch sei. Der Wert liege noch um knapp 2900 Menschen über dem von vor zwei Jahren – vor der Corona-Krise also. Laut Schwankweiler spielt Kurzarbeit weiterhin eine wichtige Rolle als Mittel, um Arbeitslosigkeit in einem hohen Maße zu vermeiden. Im Bereich des Agenturbezirks hatten bis 25. April knapp 10 000 Betriebe Kurzarbeit für fast 90 000 Mitarbeiter angezeigt.

Zahlen für die Stadt und den Landkreis Rosenheim

Corona hat den Arbeitsmarkt nach Schankweilers Worten hart getroffen. Mit Beginn der Pandemie stieg die Arbeitslosigkeit stark an. Im Juni 2020 lag sie um 63,9 Prozent über dem Wert von 2019. Es war der Höchststand. Mehr Arbeitslose sind aus den Bereichen Reinigung, Büro und Verkauf gemeldet, weniger Arbeitslose gibt es in der Hotellerie- und Tourismusbranche sowie in der Verarbeitung von Lebensmitteln.

Quote bei 5,1 im Vorjahr

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich wie im April 2020 eine Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent (5,2 im Vormonat). Derzeit sind 1858 Menschen ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit betreut werden, sank die Zahl um 70 auf 955. Für 903 arbeitslose SGB II-Kunden (plus 33) ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2154 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1691 Bedarfsgemeinschaften leben. 1.384 Betriebe für 13 587 Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt.

Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent (Vormonat: 3,0 April 2020: 3,0 Prozent), 4001 wurden insgesamt gezählt. 2604 Männer und Frauen sind bei der Hauptagentur arbeitslos gemeldet, 343 weniger als im Vormonat.

So sieht es in Traunstein und Mühldorf aus

Das Jobcenter Landkreis Rosenheim kümmert sich um 1397 arbeitslose SGB II-Kunden (plus 36). Insgesamt betreut das Jobcenter 3419 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2747 Bedarfsgemeinschaften leben. Kurzarbeit haben 4255 Betriebe für 39 217 Mitarbeiter angezeigt.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein betrug im April 3,2 Prozent, 0,5 Prozentpunkte weniger als im März. Im April 2020 hatte sie noch 3,4 Prozent betragen 3198 Menschen sind arbeitslos gemeldet, 108 Menschen weniger als vor einem Jahr, und 415 weniger als im März. Das entspricht einem Rückgang um 11,5 Prozent.

763 Menschen, 27 mehr als im Vormonat zählen zu den Langzeitarbeitslosen; innerhalb der Gesamtgruppe beträgt ihr Anteil 23,9 Prozent. Langzeitarbeitslosigkeit bedeute nicht einfach, lange Zeit keine Arbeit zu haben, sagte Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur Traunstein. „Manche Kunden müssen erst langsam wieder eine Perspektive für sich entwickeln.“ Sie appelliert an Arbeitgeber: Mut entwickle sich am ehesten durch eine Chance. 1037 Menschen konnten ihre Erwerbslosigkeit beenden, das sind 75 mehr als im März und 256 mehr als im Vorjahresmonat. 596 nahmen eine Beschäftigung auf, 109 begannen eine Ausbildung oder Qualifizierung, und 292 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Den 1037 Abmeldungen im April stehen 628 Neumeldungen gegenüber.

Absinken um 0,4 Prozent zum Vormonat

Im Landkreis Mühldorf betrug die Quote im April 3,6 Prozent, 0,4 Prozentpunkte weniger als im März und 0,4 weniger als im April 2020. 388 Menschen waren arbeitslos gemeldet (216, beziehungsweise 15 weniger).

Von den 565 gemeldeten Ausbildungsstellen seien 293 unbesetzt. Andererseits seien da noch 241 junge Leute, die sich noch nicht entschieden haben, sagte Müller. Sie appellierte an die jungen Menschen, die Berufsberatung zu nutzen.

770 Menschen suchen länger als ein Jahr eine neue Stelle

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Landkreis im Jahresvergleich um 51,3 Prozent oder 261 Menschen gestiegen. Das heißt, 770 Menschen suchen länger als ein Jahr nach einer Stelle.

460 Neumeldungen, 13 mehr als im März, wurden bearbeitet. 208 davon kamen aus einem Beschäftigungsverhältnis, 86 beendeten eine Ausbildung oder Qualifizierung und 154 meldeten sich aus Nichterwerbstätigkeit. 666 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit, von ihnen nahmen 355 eine Erwerbstätigkeit auf, 94 gingen in Ausbildung.

186 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. 864 Stellen sind offen, 91 mehr als im März, 165 mehr als im April 2020. Darunter sind 234 neue Angebote.

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