Freude bei der Schreinerinnung Rosenheim: „Das haben wir schon lange nicht mehr gehabt“

Die Schreinerinnung Rosenheim (Symbolfoto) freute sich jetzt bei der Hauptversammlung über die Leistungen des Nachwuchses.
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Die Schreinerinnung Rosenheim (Symbolfoto) freute sich jetzt bei der Hauptversammlung über die Leistungen des Nachwuchses.

Bei der Hauptversammlung der Rosenheimer Schreinerinnung stand vor allem der Nachwuchs im Mittelpunkt. Viel Freude bereitete den Mitgliedern dabei vor allem ein außergewöhnliches Prüfungsergebnis.

Von Volkhard Steffenhagen

Rohrdorf – Das Geschäftsjahr 2020 der Rosenheimer Schreinerinnung stand ganz im Zeichen des Coronavirus, wie Innungsobermeister Peter Moser bei der Jahreshauptversammlung in Rohrdorf feststellte.

So berichtete er über die Freisprechungsfeier, die im Juli in Pfaffing stattfand. „Wir haben uns lange überlegt, ob wir eine Freisprechungsfeier durchführen wollen oder nicht“, sagte Moser. Letztlich hatten sich die Verantwortlichen dann für eine Feier entschieden. Gerade der Abschluss einer Ausbildung sei für jungen Menschen ein wegweisender Abschnitt in ihrem Leben. Im Handwerk gehöre das Ende dieses Abschnittes mit seiner Freisprechung zu einer Jahrhunderte alten Tradition. Bei der Feierlichkeit habe die Innung darauf geachtet, dass die Hygienevorschriften und Abstandsregeln genau eingehalten wurden.

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Auch die Prüfung fand heuer unter erschwerten Bedingen statt und erfordert einen erheblich größeren Zeitaufwand als sonst und auf die Ausstellung der Prüfungsstücke habe man gänzlich verzichtet, so Peter Moser. Erfreulich war, dass mit Simon Beyer von der Möbelwerkstatt Hanslmaier aus Pfaffing heuer ein Absolvent die Prüfung sowohl in der theoretischen, als auch in der praktischen Prüfung jeweils mit der Note „Sehr gut“ bestanden hat. „Das haben wir schon lange nicht mehr gehabt“, stellt der Innungsobermeister fest.

Leistungswettbewerb „Die Gute Form“

Ähnlich schwierig gestaltete sich auch die Prämierung des Leistungswettbewerbs „Die Gute Form“, bei der schließlich Maximilian Finterwalder den ersten Preis, Louis Holthaus den zweiten Preis und David Herdegen den dritten Preis gewonnen haben.

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Auch überregional hat das Virus seine Spuren hinterlassen. So wurden im Frühjahr die Fachverbandstagung inklusive Neuwahlen abgesagt. Nun hofft die Innung darauf, dass im ausgehenden Jahr noch eine Ersatzveranstaltung stattfinden kann. Für das Schreinerhandwerk wurde im April ein neuer Tarifvertrag für 24 Monate ausgehandelt, der coronabedingt aber erst seit Oktober gültig ist. Demnach beträgt die Erhöhung 2,6 Prozent. Eine weitere Erhöhung um 2,4 Prozent steht für April an.

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