Erster Platz für ein Büromöbel in Kirschbaum

Stolz zeigten sich die Sieger des Wettbewerbs „Die gute Form“ der Schreinerinnung im Landkreis Rosenheim mit ihren Ausbildern und Gratulanten: (von links) der Zweitplatzierte Louis Holthaus, Richard Schauer, der Drittplatzierte David Herdegen, Innungsobermeister Peter Moser, Landrat Otto Lederer, Josef Bichler, Sieger Maximilian Finsterwald, Prüfungsausschuss-Vorsitzender Sebastian Fischer, Sonderpreis-Gewinner Simon Beyer und Hans Hanslmaier.
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Stolz zeigten sich die Sieger des Wettbewerbs „Die gute Form“ der Schreinerinnung im Landkreis Rosenheim mit ihren Ausbildern und Gratulanten: (von links) der Zweitplatzierte Louis Holthaus, Richard Schauer, der Drittplatzierte David Herdegen, Innungsobermeister Peter Moser, Landrat Otto Lederer, Josef Bichler, Sieger Maximilian Finsterwald, Prüfungsausschuss-Vorsitzender Sebastian Fischer, Sonderpreis-Gewinner Simon Beyer und Hans Hanslmaier.

Rosenheim – Als Schreiner braucht man vor allem vier Dinge: geschickte Hände technisches Verständnis, viel Fantasie und clevere Ideen.

Nach rund drei Jahren Lehrzeit konnten die angehenden Schreinergesellen des Jahrgangs 2020 in einem Gestaltungswettbewerb auf Innungsebene jetzt zeigen, dass sie diese vier Dinge beherrschen und was sie da raus gemacht haben.

In Rosenheim haben sich dem Wettbewerb „Die gute Form“ 29 Auszubildende gestellt. Den ersten Platz belegte Maximilian Finsterwald aus Schonstett, der seine Ausbildung in der Schreinerei von Josef Bichler absolvierte. Er stellt ein Büromöbel in Kirschbaum mit zweiteiliger Front und eingelassenen Adern in der Vorderansicht vor. Imponierend fand die Jury, die nicht nur aus Experten besteht, das harmonische und kompakte Objekt, das mit Leichtigkeit in der Kombination Korpus mit Unterbau konstruiert wurde. Die Farben waren ausgewogen aufeinander abgestimmt. Das Design wurde konsequent bis in den Innenraum durchgesetzt. Mit dem ersten Preis hat sich Maximilian Finsterwald auch einen Platz für den anstehenden Landeswettbewerb gesichert.

Den zweiten Preis holte sich Louis Holthaus aus Bad Feilnbach. Sein Handwerk erlernte er im Ladenbau Gegenfurtner (Ostermünchen). Die Jury entschied sich für seinen Multifunktionstisch aus Esche und Linoleum wegen der feingliedrigen Konstruktion mit gut proportionierter Tischplatte und fein ausgearbeiteten Kanten. Außerdem war die Materialkombination gut gewählt und das Möbel verfügte über zeitgemäße Einbauten für Medien inklusive PC-Anschuss.

David Noah Herdegen aus Breitbrunn, der seine Ausbildung bei der Schreinerei Richard Schauer in Rohrdorf durchlief, schaffte es mit einem Flurmöbel aus Lärche auf den dritten Platz. Er zeigte eine spannende Materialkombination aus einer Stahl/Eisen-Lärchenkonstruktion, mit zeitgemäßen klaren Linien und einem Polsterbezug aus Filz.

Eine Belobigung erhielt Simon Beyer aus Pfaffing von der Möbelwerkstätte Hanslmaier für ein Sideboard aus Esche massiv.

Die Jury, die in diesem Jahr die Exponate im Hinblick auf Design, Nützlichkeit, Ergonomie und Funktionalität bewertete, setzte sich aus dem Altobermeister der Rosenheimer Schreinerinnung Johann Weigl, dem Architekten Bernhard Schellmoser, der Leiterin des Berufsschulzentrums Rosenheim Bärbel Marx, der Mitarbeiterin der Kreishandwerkerschaft Rosenheim Monika Berghammer und dem OVB-Autor Volkhard Steffenhagen zusammen.

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