Erste Werkstatt: Schnauze oder Heck schauten zum Tor hinaus

Klassische Szenein der Autowerkstatt: Motordiagnose 1985 mit Siegfried Bernegger junior. Autohaus Bernegger
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Klassische Szenein der Autowerkstatt: Motordiagnose 1985 mit Siegfried Bernegger junior. Autohaus Bernegger

Rosenheim – Als kleiner Ein-Mann-Betrieb fing Siegfried Bernegger senior an.

Das war 1965. Die kleine Werkstatt ist vielen alteingesessenen Rosenheimern noch gut in Erinnerung. Wie knappbemessen die Werkstatt tatsächlich war, untermauert eine Erinnerung von Inhaberin Uschi Bernegger-Schneider. Sie führt zusammen mit ihrem Bruder Siegfried die Geschäfte: „Die Räume waren so klein, dass ein ganzes Auto dort nicht Platz hatte. Das Heck oder die Motorhaube schaute immer heraus.“ Heutzutage nicht vorstellbar. Seither hat sich viel getan. 1996 übernahmen Siegfried Bernegger junior und Uschi Bernegger-Schneider – noch in jungen Jahren mit 28 und 19 Jahren – die Geschäftsführung. Nach dem Tod der Mutter mussten die beiden sich kurzfristig entscheiden, das Autohaus der Eltern weiterzuführen. Dazu wurde der Betrieb 2012 von einer Einzelfirma in die „Autohaus Bernegger GmbH“ umgewandelt.

Mittlerweile ist das Autohaus auf 8000 Quadratmetern in der Kastenau angesiedelt, aktuell wird das Areal um weitere 600 Quadratmeter erweitert. Dort werden dann die beiden Marken Alfa Romeo und Jeep ihren Platz finden. „Das verschafft uns zugleich mehr Platz in den bisherigen Räumlichkeiten für unsere weiteren Marken Fiat und Abarth“, so Uschi Bernegger-Schneider.

Mit den Marken Fiat, Jeep, Alfa Romeo und Abarth sowie Lancia Service erzielt dass Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 13 bis 14 Millionen Euro pro Jahr und nimmt damit eine führende Position im Landkreis Rosenheim ein. Um diese dauerhaft halten zu können, werden permanent Investitionen in die Infrastruktur und den Standort durchgeführt – „und dies meist mit Partnern aus der Region“. Für diese Leistungen erhielt das Autohaus Bernegger erst kürzlich den Vertriebs-Award 2018 in der Kategorie Familienbetrieb (wir berichteten).

Mittlerweile arbeitet die dritte Generation mit Siegfrieds Berneggers Sohn Raphael als KFZ-Meister, Servicetechniker und zertifizierter Automobilverkäufer und mit Tochter Franziska Bernegger als Automobilkauffrau im Unternehmen mit. Neben der Zufriedenheit der Kunden, stehen für die Unternehmer Bernegger, die Familie und ihre Mitarbeiter im Fokus. Das mittlerweile 27 Mitarbeiter umfassende Team, davon acht Mitarbeiter aus dem engeren Familienkreis.

Für jeden Geschmack bis zu einem Vier-Tonner habe das Autohaus etwas in ihrem Fuhrpark: klassisch, schnittig, klein, geräumig und cool. Nicht mehr das Auto als Nutzfahrzeug zähle, sondern ein Lebensgefühl. „Emotionen wollen mit Fahrgefühl gelebt werden. So haben wir unter anderem Präsentationen mit Offroad-Aktionen in Kiesgruben oder Autos mit 510-PS-Motoren oder Vorführungen auf dem Bad Feilnbacher Apfelmarkt. Die Vielfältigkeit der Fahrzeuge – vom kleinen Pkw bis zum Transporter und SUV sei enorm.

Die letzt genannten Fahrzeuge erleben seit drei vier Jahren einen enormen Trend. Dieser sei ungebrochen. Deshalb werde Jeep auch zum Jahresende hier auf E-Mobilität setzen.

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