Energie für 5700 Haushalte eingespart

Haben im Netzwerk „Gendorf plus“ mitgearbeitet (von links): Robert Bergmeier (Clariant Moosburg), Stephan Carda (UPM Schongau), Peter Geyer (ISG), Otto Kronwitter (Global Amines), Albert Stoiber (Clariant Gendorf), Jürgen Tröster (ISG) und Olaf Gerlatzek (BYK Chemie Moosburg). re

Burgkirchen – Nach zwei Jahren Laufzeit vermeldet das Energieeffizienz-Netzwerk „Gendorf plus“ erhebliche Energieeinsparungen: Die sieben teilnehmenden Unternehmen konnten nach eigenen Angaben mehr als 21 Gigawattstunden Energie einsparen.

Das Projekt wurde auf Initiative von InfraServ Gendorf, Standortbetreiber und Lösungsanbieter für die Chemieindustrie, im November 2017 ins Leben gerufen und lief kürzlich planmäßig aus.

Gemeinsam mehrbewirken als allein

Ziel des Netzwerks war, über einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch mehr Effizienzpotenziale in kürzerer Zeit zu heben, als es jeder Teilnehmer für sich alleine vermochte. Neben InfraServ Gendorf und den am Chemiepark Gendorf ansässigen Standortunternehmen Clariant und Global Amines gehörten dem Netzwerk auch BYK Chemie Moosburg, Clariant Moosburg, UPM Schongau und OMV Burghausen an. Zu Beginn der gemeinsamen Arbeit hatten die teilnehmenden Unternehmen eine Zielgröße von 20 Gigawattstunden gemeinsamer Energieeinsparung definiert. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Strombedarf eines Drei-Personen-Haushalts liegt bei etwa 3500 Kilowattstunden im Jahr. Somit galt es, den Energiebedarf von circa 5700 Haushalten energetisch einzusparen.

Um dies zu erreichen, wurden insgesamt 25 mögliche Einzelmaßnahmen zur Effizienzsteigerung vorgestellt, diskutiert, manche verworfen und andere weiterentwickelt. Mit den eingesparten rund 21 Gigawattstunden Energie wurde der Ausstoß von etwa 5900 Tonnen CO2 vermieden.

„Wir haben das Ziel erreicht und freuen uns darüber. Aber es wird auch offensichtlich, dass die Effizienzmaßnahmen immer kleinteiliger und aufwendiger werden, da wir auch in den zurückliegenden Jahren bereits sehr intensiv an diesem Thema gearbeitet haben“, bilanziert Peter Geyer, zuständiger Projektleiter bei InfraServ Gendorf.

Es werde daher vor allem für die im Energieeffizienz-Netzwerk vertretenen energieintensiven Industrien immer schwieriger, größere und wirtschaftlich noch darstellbare Effizienzhebel zu finden.

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