ZUCHTVERBAND

Differenzierte Preisbildung auf dem Großviehmarkt

Miesbach – Qualität hat, nach Angaben des Zuchtverbandes Miesbach, immer noch ihren Preis.

Auch die zweite Großviehauktion im Februar verlief positiv. 157 Fleckviehtiere wurden in die gut besetzte Arena geführt und nur bei Tieren mit Mängelansagen mussten preisliche Abstriche hingenommen werden. Von den 24 vorgestellten und gekörten Stieren konnten 21 verkauft werden, drei davon an Besamungsstationen. Hier lagen die Preise bei 7000 Euro für einen Herz-Sohn aus Beyharting, 6300 Euro für einen Vulkan-Sohn aus Raubling und 3500 Euro für einen Wobbler-Sohn aus Irschenberg. Käufer dieser Jungstiere waren die Besamungsstationen Bauer, Neustadt/Aisch und Greifenberg.

Bei den Natursprungstieren lagen die Preise zwischen 1550 bis 2700 Euro. Damit war die Spannbreite laut Zuchtverband unerwartet groß. Der Schnitt der Deckstiere lag bei guten 2030 Euro, der Gesamtschnitt aller Bummerl wurde mit 2493 Euro errechnet.

Während die elf durch die Bewertungskommission vo rangestellten Spitzenjungkühe mit 2027 Euro einen recht ordentlichen Preis erzielten, gab es im weiteren Marktverlauf große Schwankungen. Insbesondere wenn auf dem Milchzettel erhöhte Zellgehalte oder Zitzenwarzen vermerkt waren, kamen die Gebote sehr zögerlich und einige Verkäufer gaben ihre Tiere zum gebotenen Preis nicht ab. Die Preise reichten von 1060 bis 2300 Euro, im Mittel konnten 1600 Euro erzielt werden. Dieser Wert für die 120 verkauften Jungkühe liegt fast genau so hoch wie vor drei Wochen. Während sieben Tiere 1200 Euro nicht erreichten, wurden 15-mal die 2000 Euro überschritten. Die durchschnittliche Milchmenge war mit 27,4 Kilo etwas höher als auf den Vormärkten. Die mit 2300 Euro teuerste Jungkuh, eine Zaspin-Tochter aus Edling, blieb im heimischen Zuchtgebiet. Die beiden Tiere für 2250 Euro gingen ins Niederbayrische. Eine mit 800 Kilo sehr schwere Kalbin war einem norddeutschen Züchter 1900 Euro wert, während eine Viertkalbskuh mit 28 Kilo Milch 1300 Euro erlöste.

Insgesamt 40 Zuchttiere haben ihre neue Heimat im Verbandsgebiet, 43 im restlichen Bayern, 21 in Norddeutschland und 39 wechselten in die Beneluxstaaten, nach Österreich und Südtirol.

Der nächste Großviehmarkt in der Oberlandhalle findet am 15. März statt. re

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