Die Metzgerinnung Altötting-Mühldorf setzt auf Vertrauen durch Transparenz

Wollen für den Beruf des Metzgers werben: (von links) der stellvertretende Obermeister Franz Niedermaier, Markus Saller von der Kreishandwerkerschaft und Obermeister Sepp Berghammer.
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Wollen für den Beruf des Metzgers werben: (von links) der stellvertretende Obermeister Franz Niedermaier, Markus Saller von der Kreishandwerkerschaft und Obermeister Sepp Berghammer.

Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Jahreshauptversammlung der Metzgerinnung Altötting-Mühldorf erst jetzt statt - und nur mit aktiven Mitgliedern. Der Innung gehören derzeit 32 Mitglieder an. In der Berufsschule Altötting werden derzeit 17 Metzger und 22 Fachverkäuferinnen beschult.

Mühldorf/Altötting – Obermeister Sepp Berghammer lobte in seinem Rückblick unter anderem die Metzgerklasse 12 mit Fachlehrer Fritz Schultz, die mit einer „Haussalami“ bei der DLG-Prüfung die Bronzemedaille erreichen konnte. Erfreut zeigte er sich auch über die guten Leistungen des Berufsnachwuchses bei der Gesellenprüfung. Da eine feierliche Gesellenbriefübergabe aufgrund der Pandemie nicht möglich war, erfolgte die Übergabe im Klassenzimmer der Berufsschule Altötting. Neben den Innungssiegern Marion Stellner (Metzgerei Mair, Haag) und Patrick Lenz (Metzgerei Pichlmeier, Waldkraiburg), konnte noch sieben mal der Mittlere Schulabschluss an die jungen Gesellen ausgehändigt werden.

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Mit einer eigens gestarteten Nachwuchskampagne vom Fleischerverband Bayern ausgehend, will die Branche verstärkt für den Metzgerberuf werben. Für unentschlossene Schulabgänger sind noch Lehrstellen bei den Innungsbetrieben für Metzger und Fachverkäuferinnen kurzfristig zu besetzen.

Das aktuelle Thema „Schweinepest“ wurde ebenfalls von Berghammer angesprochen. Die Thematik betreffe derzeit nicht den regionalen Bereich, da die heimischen Metzger nur Schlachtvieh aus der näheren Umgebung beziehen. „Mit der Qualität unserer Produkte sowie mit der Rückverfolgbarkeit des Fleisches und der Fleischwaren, möchten wir das Vertrauen, dass uns die Kunden gegenüberbringen bezeugen“, sagte der Obermeister zum Abschluss seines Berichtes.

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Markus Saller, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, erläuterte die wesentlichen Positionen der Einnahmen und Ausgaben bei der Jahresrechnung 2019, bei der über 20 000 Euro zu Buche stehen. „Daran wird sich auch im Haushaltsplan 2020 nicht wesentlich viel ändern und man erwartet sogar einen besseren Abschluss als geplant“, so Saller. Die beiden Revisoren Wolfgang Selinger-Reichthalhammer und Wenzel Breu bescheinigten eine ordentliche Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes, die einstimmig erteilt wurde. Beide Rechnungsprüfer wurden von den Mitgliedern erneut gewählt.

Zweifel an der Bildungsmesse

Für April 2021 ist die Bildungsmesse angedacht. „Es bestehen aber Zweifel, ob die Veranstaltung wie üblich durchgeführt werden kann. Eventuell wird diese Nachwuchswerbung digital durchgeführt, weshalb die Innung schon einmal im Vorfeld den organisatorischen Ablauf planen soll“, informierte Saller die anwesenden Mitglieder. Hierzu unterbreitete er den Betriebsinhabern ein Angebot für einen „Imagefilm“ sowie ein „Social-Media- Starterpacket über deren Handwerksbetrieb.

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