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Arbeitslosenquote deutlich geringer als vor einem Jahr

Der Winter macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar

0,8 bis 1,3 Prozentpunkte weniger Arbeitslose als vor einem Jahr: Die Folgen der Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt scheinen abzuebben. Klinger
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0,8 bis 1,3 Prozentpunkte weniger Arbeitslose als vor einem Jahr: Die Folgen der Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt scheinen abzuebben. Klinger
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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Gärtner und Bauarbeiter verhageln die Bilanz: Die „Außenberufe“ sind jedes Jahr im Januar für einen Anstieg der Arbeitslosenquote verantwortlich, denn viele Unternehmen stellen dann ihre Mitarbeiter aus. Dennoch suchen im Südosten Bayerns 5899 Menschen weniger einen neuen Job, als im Januar 2021.

Rosenheim/Traunstein – „Die Wintermonate machen sich – wie in jedem Jahr – auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus witterungsabhängigen Berufen wie dem Baugewerbe (+320 arbeitslose Menschen) und Gartenbau, Floristik (+130 arbeitslose Menschen) sind über die Wintermonate freigestellt worden und haben sich nun bei uns gemeldet“, sagt Michael Schankweiler, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, zuständig für Stadt und Landkreis Rosenheim, Bad Tölz, Wolfratshausen und Holzkirchen.

Geringere Erhöhung als in den Vorjahren

„Die Zahl der Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, ist im Januar insgesamt um 1250 auf 8420 angestiegen. Die Erhöhung fiel geringer aus als in den vergangenen beiden Jahren um diese Zeit, und es waren insgesamt weniger Personen arbeitslos gemeldet als vor einem (-2830) und vor zwei Jahren (-280), also der Zeit vor der Coronapandemie.“ Zu dieser Entwicklung trage auch bei, dass Unternehmen Kurzarbeit anmelden, um an ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern festzuhalten.

Lesen Sie auch: Arbeitsmarkt in der Region: 2021 endet besser als 2020

Die Arbeitslosenquote ist im Januar im Agenturbezirk Rosenheim um 0,4 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent geklettert. Sie ist damit um einen Prozentpunkt geringer als vor einem Jahr und um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Januar 2020.

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein – zuständig für die Landkreise Traunstein, Mühldorf, Altötting und Berchtesgadener Land – betrug im Januar 3,3 Prozent, eine Steigerung gegenüber Dezember um 0,5 Prozentpunkte. 1495 Menschen mehr als im Vormonat, aber 3069 weniger als im Vorjahresmonat sind arbeitslos. Insgesamt sind in den vier Landkreisen 9420 Menschen auf Arbeitssuche, das sind auch 565 weniger als im Januar 2020, bevor die Pandemie begann.

„Diese Entwicklung ist in der Winterarbeitslosigkeit der Außenberufler begründet, von denen die meisten eine Wiedereinstellungszusage für das Frühjahr haben“, erläutert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein, „mit saisonalen Schwankungen müssen wir jedes Jahr umgehen.“

Die Arbeitslosenquoten in den Landkreisen und der Stadt Rosenheim:

ImLandkreis Rosenheim ist die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar um 695 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug im Januar 2,5 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 3,3 Prozent. Im Vormonat waren es 2,2 Prozent.

In derStadt Rosenheim lag die Arbeitslosenquote im Januar bei 4,3 Prozent, im Vorjahr lag die Arbeitslosenquote noch bei 5,6 Prozent und im Vormonat bei 3,7 Prozent.

Im Landkreis Traunstein lag die Arbeitslosenquote im Januar mit 2,8 Prozent weit unter dem Niveau des Vergleichsmonats des Vorjahres mit damals 4,0 Prozent. Gegenüber Dezember 2021 gibt es einen Anstieg um 0,4 Prozentpunkte.

Die Arbeitslosenquote imLandkreis Mühldorf betrug im Januar 3,4 Prozent und lag damit um 0,4 Prozentpunkte über der Quote des Vormonats. Im Januar 2021 lag die Quote bei 4,3 Prozent.

Weiterbildung und nochmal Weiterbildung

Jutta Müller und Michael Schankweiler sind sich einig, dass Weiterbildung wichtig ist. Der Bestand an offenen Stellen ist in beiden Arbeitsamtbezirken gut, zahlreiche Unternehmen hätten Personalbedarf. „Jedoch profitieren nicht alle Bewerberinnen und Bewerber gleichermaßen davon“, so Schankweiler. Mehr als die Hälfte der Stellen seien für Fachkräfte. Etwa so viele arbeitssuchende Fachkräfte gebe es, rein rechnerisch stünde jeder Stelle ein Bewerber gegenüber.

Anders sehe es im Helferbereich aus: Hier kommen im Rosenheimer Zuständigkeitsbereich drei Arbeitssuchende auf eine Stelle. Aber, betonen beide Agenturchefs: Es gebe vielseitige Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten von der Anpassungsqualifizierung bis zum anerkannten Berufsabschluss.

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