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SCHAFFE, SCHAFFE, GARTEN BAUE

Der Urlaub wird in den Garten verlegt: Regionale Gartenbauer berichten vom Renovierboom

Vor allem Pools sind im Trend, sagen die Landschaftsgärnter der Region. Grund dafür ist wohl der fehlende Urlaub, durch die Leute mehr Geld haben und ein Bedürfnis das kühle Nass von der Hotellobby in den Garten zu verlegen.
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Vor allem Pools sind im Trend, sagen die Landschaftsgärnter der Region. Grund dafür ist wohl der fehlende Urlaub, durch die Leute mehr Geld haben und ein Bedürfnis das kühle Nass von der Hotellobby in den Garten zu verlegen.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Wer viel Zeit zuhause verbringt, will es sich gemütlich machen. Das merken vor allem Handwerker, aber auch Landschaftsgärtner aus der Region. Denn der Renovierboom wirkt sich nicht nur auf das Haus aus, er zieht sich bis in den Garten hinaus.

Mühldorf/Wasserburg/Pfaffing/Rosenheim – Pools seien vor allem im Trend, erklärt Moritz Frank, Inhaber der Gartenpflege Rosenheim. Sein Team baut derzeit aber auch viele Natursteinmauern und Terrassen. „Wir haben ungefähr 25 Prozent mehr Anfragen“, schätzt Frank. Sein Unternehmen hat er deshalb auch schon erweitert, von fünf auf sieben Mitarbeiter.Als Grund dafür führt er aber nicht nur den Renovierungsboom an. „Wir sind ja noch ein sehr junges Unternehmen und sind deshalb die ganze Zeit am Erweitern.“

Ausgebucht bis Fruhjahr 2022

Dass sich immer mehr Menschen einen Pool im Garten wünschen, bestätigt auch Ludwig Ried vom Zaubergarten Wasserburg. Eine erhöhte Anzahl von Anfragen stellt er ebenfalls fest. Wie viele es sind, kann er aber gar nicht so genau sagen, denn er vergibt wie jedes Jahr Aufträge bereits weit im Voraus. „Zurzeit planen wir das Frühjahr 2022“, sagt er. Eine Wartezeit von ein- bis eineinhalb Jahren sei bei ihm zwar grundsätzlich normal, dennoch träten die Anfragen derzeit gehäuft auf.

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Urlaubsgeld wir in den Garten gesteckt

„Die Menschen sind konsumfreudiger“, sagt er. Ried hat vor allem das Gefühl, dass Geld, welches eigentlich für den Urlaub beiseitegelegt wurde, nun für den Garten verwendet wird. Helmut Frick, Inhaber des Unternehmens Blumen- und Gartenprofi aus Mühldorf, schätzt sogar, dass er 80 Prozent mehr Anfragen habe als vor Corona. Bei dieser Zahl sei es deshalb auch unmöglich, noch hinterherzukommen.

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„Mehr wie arbeiten können wir ja auch nicht“, erklärt er. Er ist dankbar über die vielen Baustellen, trotzdem kann er nur wenig Vorteile aus den vielen Aufträgen ziehen.

Lieferverzögerungen nehmen zu

Denn eigentlich ist die Gärtnerei sein Tagesgeschäft und diese musste lange geschlossen bleiben. Im Winter war es anch seinen Angaben sogar notwendig gewesen, einige Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Zudem komme es auch bei den Baustellen in den Gärten zu mehr und mehr Verzögerungen. „Es ist inzwischen schwierig, an Rohstoffe zu kommen“, erklärt Frick. Dies bestätigt auch Frank. „Bei bestimmten Materialien gibt es Lieferverzögerungen“, sagt er. Das halte sich aber noch in Grenzen.

Auch Anton Bichler, Landschaftsgärtner aus Pfaffing, hat mehr Aufträge, zehn bis fünfzehn Prozent sind es. Einen Nutzen daraus könne er aber nicht ziehen. „Wir hatten davor schon zu viel Arbeit und jetzt ist es halt noch mehr“, sagt er.

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Auch bei ihm kommen immer mehr Anfragen nach Pools. Denn die Leute hätten mehr Geld, „und jetzt, wenn sie nicht mehr in den Urlaub fahren können, ist es noch mehr.“

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