Lexikon der wirtschaft

Deflation:. Der Begriff „Deflation“ beschreibt den Prozess stetig sinkender Preise in der Volkswirtschaft.

Das heißt, Waren und Dienstleitungen werden fortwährend billiger. Eine Deflation liegt dann vor, wenn der gesamtwirtschaftlichen Gütermenge eine zu geringe Geldmenge gegenübersteht. Damit ist die Gesamtnachfrage geringer als das volkswirtschaftliche Gesamtangebot. Die Folge ständiger Preissenkungen sind unter anderem geringere Gewinnerwartungen von Unternehmen. Dadurch geht deren Investitionsbereitschaft zurück und die Produktion wird zurückgefahren – zum Beispiel durch wie Kurzarbeit. Auch die Schließung ganzer Standorte ist möglich. Dadurch steigt die Arbeitslosigkeit, was wiederum zu Einkommensverlusten führt, sodass die Nachfrage nach Konsumgütern schrumpft. Eine Deflation tritt meist zusammen mit einer wirtschaftlichen Depression auf und verlangt somit grundsätzlich wirtschaftspolitische Gegenmaßnahmen, also Maßnahmen zur Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Insgesamt sind deflationäre Tendenzen jedoch viel seltener als inflationäre Tendenzen. re

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