Corona-Krise lässt Geschäftsaussichten abstürzen

Geschäftserwartungenin Stadt- und Landkreis Rosenheim (gelbe Linie) im Vergleich zu den bundesweiten Zahlen des ifo-Instituts (schwarz). TH Rosenheim
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Geschäftserwartungenin Stadt- und Landkreis Rosenheim (gelbe Linie) im Vergleich zu den bundesweiten Zahlen des ifo-Instituts (schwarz). TH Rosenheim

Rosenheim – Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers Rosenheim sind geprägt von der drastischen Verschärfung der Corona- Krise.

Wurde die Geschäftslage für den Februar noch sehr positiv eingeschätzt, verschärften sich im Umfragezeitraum Anfang bis Mitte März jedoch die Ausmaße der Corona-Krise dramatisch, sodass die Geschäftsaussichten einen einmaligen Einbruch von über 30 Punkten auf pessimistische minus 13,0 erfuhren.

Das Wirtschaftsbarometer ist eine monatliche Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der TH Rosenheim bei 160 Unternehmen im Stadt- und Landkreis Rosenheim. Die veröffentlichten Werte ergeben sich aus dem größengewichteten Saldo von positiven und negativen Einschätzungen. Auch die vergleichbaren Werte des ifo-Instituts für Deutschland brachen ein. Auch dort wird die Geschäftslage noch positiv bewertet (+3,7). Die Erwartungen stürzten allerdings mit minus 29,5 auf den tiefsten Wert seit 2009. Selbst in der Krise sind die Werte für Rosenheim wieder deutlich günstiger.

In der aktuellen Frage des Monats wurden die teilnehmenden Unternehmen befragt, welche Auswirkungen sie für ihr Unternehmen aufgrund der zunehmenden Fälle an Coronavirus-Infektionen erwarten. Die weitreichenden Einschränkungen zum Schutze der Bevölkerung traten allerdings erst gegen Ende der Umfrage in Kraft. 57 Prozent der Teilnehmer erwarten laut Mitteilung der TH Rosenheim eine Ein trübung der Weltkonjunktur, mehr als jedes zweite Unternehmen ein gerin geres Wachstum in Deutschland und bereits 45 Prozent eine massive Beeinträchtigung der Geschäfts tätigkeit durch Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. 41 Prozent erwarten eine geringere Nachfrage sowie 39 Prozent Probleme aufgrund eines höheren Krankenstandes. Lediglich zehn Prozent gehen davon aus, keine Auswirkungen spüren zu werden.

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