Commerzbank setzt positive Entwicklung fort

Enrico Kusch,Filialdirektor der Commerzbank Rosenheim. re
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Enrico Kusch,Filialdirektor der Commerzbank Rosenheim. re

Rosenheim – Die Commerzbank hat im vergangenen Jahr ihre positive Entwicklung in Rosenheim fortsetzen können.

Im Privat- und Unternehmerkundensegment stieg das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent auf 393 Millionen Euro. Die Fi lialen in Rosenheim konnten netto 435 neue Kunden hinzugewinnen und betreut damit insgesamt 11 907 Kunden. „Die Bereitschaft zum Wechsel der Bankverbindung ist so hoch wie nie zuvor“, sagte Enrico Kusch, Filialdirektor Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank Rosenheim. „Wichtiger Erfolgsfaktor war auch 2019 das kosten lose Girokonto. Dieses werden wir weiterhin anbieten – sehr zum Ärger mancher Wettbewerber.“

Das andauernde Zinstief machte den Kunden auch 2019 zu schaffen. „Bei null Prozent Zinsen und 1,5 Prozent durchschnittlicher Inflation haben Kunden im vergangenen Jahr wieder einen Teil ihres Vermögens verloren“, betonte Bernhard Ull, Niederlassungsleiter Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank Süd. „Jeder Anleger muss sich überlegen, ob er seine Gelder wirklich unverzinst auf einem Tages- oder Festgeldkonto belassen möchte, oder nicht doch besser in Anlagen mit Ertrag investiert. Das gilt auch in der Corona-Krise.“

Die Experten der Commerzbank erwarten nach einer Rezession im ersten Halbjahr bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine Erholung in der Realwirtschaft und damit auch an den Börsen. „Wer sein Geld mittelfristig angelegt und breit gestreut hat, sollte Ruhe bewahren. Panikverkäufe sind das Schlimmste, was man jetzt tun kann“, so Ull weiter.

Auf der anderen Seite sorgte das Zinstief für eine stabil hohe Vergabe neuer Baufinanzierungskredite in Höhe von 12,7 Millionen Euro wie im Vorjahr. „Nach zehn Jahren stetiger und immer größerer Nachfrage nach Immobilienkrediten ist nun das erste Jahr eingetreten, wo die Immobilienkäufer nicht mehr bereit sind, jeden aufgerufenen Preis zu bezahlen. Das halte ich für eine gesunde Entwicklung“, beobachtet Commerzbank-Experte Kusch den Markt. Ratenkredite waren im vergangenen Jahr ebenfalls gefragt. Hier wurden in Rosenheim insgesamt 2,7 Millionen Euro neu vergeben.

StarkesAuslandsgeschäft

Das Firmenkundensegment konnte auch im Jahr 2019 weiteres Wachstum verzeichnen. Das Kredit volumen konnte in der Region um acht Prozent auf 484 Millionen gesteigert werden. Besonders beim Auslandsgeschäft konnte die Commerzbank punkten. So konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr das Volumen der Absicherungen und Auslandsfinanzierungen für Rosenheimer Firmenkunden um 35 Prozent auf 130 Millionen gesteigert werden.

Arbeitnehmer, Selbstständige und Mittelständler beschäftigt derzeit aber vor allem ein anderes Thema – sie alle fürchten sich vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus. „Wir stehen auch in dieser schwierigen Situation fest an der Seite unserer Kunden“, versichert Hansjörg Bürk, Leiter Firmenkunden der Commerzbank München-Süd und Rosenheim. Das gilt sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen: Privatkunden, die zum Beispiel von Kurzarbeit betroffen sind, gewährt die Commerzbank bei Ratenkrediten eine dreimonatige Zahlungspause. Danach verzichtet die Bank auf eine erneute Kreditwürdigkeitsprüfung. Kleinunternehmer und Mittelständler, die aufgrund der Krise Liquiditätsengpässe oder Kreditbedarf haben, werden zu den neu aufgesetzten KfW-Corona-Kreditprogrammen beraten. „Wir werden alles dafür tun, die Anträge von Unter nehmen zeitnah zu prüfen und damit ihre Liquiditäts- und Kreditversorgung zu sichern“, so Firmenkundenchef Bürk weiter.

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