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Bundesweit: Rosenheim ist zweitteuerste Mittelstadt

Die Preissteigerungen im Kauf- und Mietmarkt der Stadt Rosenheim gehen nach Angaben des IVD-Institut weiter auseinander. IVD

„Die Differenz zwischen Kauf- und Mietpreise geht in Rosenheim immer weiter auseinander“, so Professor Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. Die teuerste Mittelstadt Deutschlands ist seit 2018 Konstanz. Direkt dahinter folgt Rosenheim.

Rosenheim– Wohnen ist besonders in süddeutschen Universitätsstandorten wie Rosenheim, Landshut oder Tübingen teuer. Niedrigste Kauf- und Mietpreise hingegen sind in Ostdeutschland und in Nordrhein-Westfalen. Verglichen wurden die Miet- und Kaufpreise der 111 deutschen Städte mit 50 000 bis 100 000 Einwohnern. Der aktuelle „CityReport Rosenheim 2019“ analysiert die Marktentwicklung auf dem Wohnimmobilienmarkt der Stadt und gibt Auskunft über das aktuelle Kauf- und Mietpreisniveau.

Kaufpreise steigen

Die Rosenheimer Kaufpreise weisen laut IVD deutlich höhere Zuwächse als die Mietpreise vor. Die höchsten Anstiege gegenüber Herbst 2018 wurden mit +6,2 Prozent bei Reihenmittelhäusern/Bestand, +5,2 Prozent bei Baugrundstücken für Einfamilienhäuser und +5,2 Prozent bei neuerrichteten Doppelhaushälften ermittelt. „Rosenheim hat sich damit zu einer der teuersten Mittelstädte Deutschlands entwickelt“, so Professor Kippes.

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Das Portal „Immowelt.de“ berechnet auf Nachfrage zudem – basierend auf seinen Angeboten – folgende Zahlen: Landkreis Rosenheimzehn Euro pro Quadratmeter, Landkreis Mühldorf am Inn8,10 Euro pro Quadratmeter und im Landkreis Traunstein9,10 Euro pro Quadratmeter. Für die die jeweiligen Städte Rosenheim (10,30 Euro), Mühldorf 8,70 Euro und Traunstein9,50 Euro. Die Preise geben laut PR-Manager Alexander Grohmann den Median der im ersten Halbjahr angebotenen Wohnungen und Häuser wieder.

Fünf-Jahresvergleich: Plus von 68 Prozent

Besonders im Fünf-Jahresvergleich wird der Anstieg der Kaufpreise gegenüber den Mieten deutlich. Gegenüber Frühjahr 2014 nahmen im Frühjahr 2019 die Kaufpreise für Eigentumswohnungen/Bestand um +68 Prozent, für freistehende Einfamilienhäuser um +49 Prozent und die Mietpreise für Wohnungen aus dem Bestand um +22 Prozent zu.

Das Kaufpreisniveau für ein freistehendes Einfamilienhaus liegt in Rosenheim im Durchschnitt bei 803 000 Euro. Für eine Doppelhaushälfte/Bestand werden 663 000 Euro und für ein Reihenmittelhaus/Bestand 545 000 Euro bezahlt.

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Eine Eigentumswohnung aus dem Bestand kostet im Frühjahr 2019 durchschnittlich 3800 Euro pro Quadratmeter und eine neuerrichtete Eigentumswohnung 4630 Euro pro Quadratmeter (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen). „Preiswerter Wohnraum ist kaum mehr vorhanden“, so IVD-Regionalbeirat Johann Hainz.

Neben den steigenden Baulandpreisen seien auch die hohen Anforderungen an Neubauten oder Sanierungen dafür verantwortlich. Preiswert bauen oder sanieren, ist nahezu unmöglich. Bei günstigen Wohnungen sei ein ständig zunehmender Bedarf zu verzeichnen. Die Politik wäre daher stark gefordert, preiswertes Bauen oder neue Wohnkonzepte sowie Innovationen zu fördern und zu unterstützen“, kritisiert Hainz.

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Im Frühjahr 2019 liegen die Mieten für Altbauwohnungen bei durchschnittlich 10,30 Euro pro Quadratmeter und für Bestandswohnungen bei 10,90 Euro pro Quadratmeter. Neubauwohnungen werden zu Quadratmeterpreisen von 11,80 Euro pro Quadratmeter vermietet (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen).

Für eine Doppelhaushälfte aus dem Bestand werden aktuell 1480 Euro und für eine neuerrichtete Doppelhaushälfte 1550 Euro bezahlt. Reihenmittelhäuser aus dem Bestand liegen durchschnittlich bei 1380 Euro und Reihenmittelhäuser/Neubau bei 1440 Euro Miete (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen).

Begrifferklärung rund um das Mieten und Kaufen

Angebot: Anzahl von Immobilien, die auf immowelt.de in einem bestimmten Zeitraum angeboten wurden.

Medianwert:  Der Median spiegelt den mittleren Preis der ausgewerteten Angebote wider. Medianwerte sind weniger anfällig für Extremwerte als sehr teure oder sehr günstige Angebote.

Kalt- Warmmiete:  Kaltmiete bedeutet Nettomiete oder Grundmiete. Die Bezahlung der Kaltmiete fällt für die grundlegende Nutzung eines Immobilienobjekts an und beinhaltet keine Zahlung für Wasser, Heizung oder sonstige Zusätze. Es besteht ein direkter Bezug von der Kaltmiete zum Mietspiegel. Bei der Warmmiete handelt es sich um eine Addition von Kaltmiete und Nebenkosten. Zu den Nebenkosten zählen Wasser- und Heizkosten sowie Wartungsarbeiten der Heizung wie Immissionsmessungen und Schornsteinfegerkosten. Vereinzelt wird bei Warmmiete auch als Synonym von Bruttomiete oder Bruttowarmmiete gesprochen. Falls eine monatliche Nebenkostenpauschale im Mietvertrag vereinbart ist, macht die Warmmiete den gesamten Geldbetrag aus, der monatlich vom Mieter an den Vermieter gezahlt werden muss. Ist keine Nebenkostenpauschale vereinbart, erfolgt eine Nachzahlung der Nebenkosten anhand einer jährlichen Nebenkostenabrechnung.

Kaufpreis: Bei Kaufpreisen handelt es sich um Angebots-, keine Abschlusspreise.

Courtage:  Vermittlungsgebühr, die Vermieter (also die Auftraggeber) an Immobilienmakler zahlen müssen. Allerdings ist dieser Begriff schon etwas veraltet und wird deswegen nur noch selten verwendet. Geläufiger für die Maklerkosten ist der Ausdruck Provision. Meistens beläuft sich der zu zahlende Betrag auf zwei Kaltmieten.

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