Im Bezirk Rosenheim rund 2500 Anzeigen zum Kurzarbeitergeld

Rosenheim/Traunstein/Mühldorf. – Die Corona-Krise spiegelt sich am Arbeitsmarkt vor allem in den steigenden Anzeigen für Kurzarbeit wider.

So sind im Agenturbezirk Rosenheim – rechnerisch ermittelt – bisher knapp 2500 Anzeigen zum Kurzarbeitergeld eingegangen. Entsprechende Zahlen für den Agenturbezirk Traunstein und damit den Landkreis Mühldorf gibt es noch nicht.

„Das Kurzarbeitergeld ist in der aktuellen Lage ein wichtiger Baustein zur Bewältigung der Krise. Es sichert die Beschäftigung und verhindert so, dass Menschen arbeitslos werden. Das Instrument hat sich bereits in der Finanzkrise 2008/2009 bewährt und deshalb ist es gut, dass so viele Unternehmen jetzt davon Gebrauch machen“, sagt Michael Vontra, kommissarischer Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim. Anders als in der Finanzkrise betreffe die aktuelle Krise nahezu alle Branchen. „Um diesem Volumen zu begegnen, haben wir schnell reagiert und die Teams, die für die Beratung und Auszahlung von Kurzarbeitergeld zuständig sind, personell auf das Vierfache aufgestockt. Dazu werden Kolleginnen und Kollegen geschult“, sagt Vontra. Eines sei auf jeden Fall sichergestellt: „Unternehmen, die einen Anspruch haben, können sicher davon ausgehen, dass das Geld gezahlt wird.

Für den Agenturbezirk Traunstein, zu dem auch der Landkreis Mühldorf gehört, liegen bisher keine konkreten oder hochgerechneten Zahlen zum Thema Kurz arbeit vor. „Die rasant ansteigenden Anzeigen für Kurzarbeit ähneln der Entwicklung der Finanzkrise 2008/09. Wie viele Arbeitnehmer davon betroffen sein werden, können wir erst sagen, wenn alle Berechnungen ausgeführt sind“, sagt Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein.

„Durch die Schließung von Hotels, Gaststätten und Geschäften, die nicht zu den Grundversorgern zählen, sind die meisten Wieder einstellungen wieder rückgängig gemacht worden. Andererseits werden bei medizinischen Einrichtungen, in der Landwirtschaft und beim Lebensmittelhandel dringend Kräfte gesucht, um die Versorgung weiterhin aufrecht zu erhalten“, so Müller weiter.

Wolfgang Haserer

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