Beste Preise für bestes Holz

Otting/Waging am See – Mit großer Spannung erwarteten private Waldbesitzer, Vertreter der Forstverwaltung und der Bayerischen Staatsforsten die Präsentation der Ergebnisse der diesjährigen Wertholzsubmission Süd-Ost Bayern in Otting.

Wie sich zeigte, war die Menge des angebotenen Wertholzes zwar geringer als im Vorjahr, die Preise lagen jedoch auf einem Rekordniveau.

299 wertvolle Holzstämme aus den Wäldern der Waldbesitzervereinigungen Traunstein und Lauf-Berchtesgaden sowie aus den Forstbetrieben Ruhpolding, Berchtesgaden, Freising und Wasserburg wurden per Höchstgebot verkauft. Besonders hohe Preise erzielten heuer Lärchen-, Eichen- und Bergahornstämme. Die diesjährige Braut – der teuerste Stamm einer Submission – war eine Eiche aus dem Forstbetrieb Berchtesgaden. Der 70 Zentimeter starke Eichenstamm erlöste insgesamt 2892 Euro. Käufer ist ein Funierhersteller aus Baden-Württemberg, spezialisiert auf edle Anwendungen im Innenausbau und Automobilbereich.

Das zunehmende Interesse von Funierherstellern an der Submission bestätigte das hochwertige Angebot und wirkte sich deutlich auf die Preise aus. „Die Funierhersteller haben immer den dicksten Geldbeutel dabei“ so Remigius Hammerl, Moderator der Ergebnispräsentation.

Teuerste Kirschekam aus Anzing

Von den hohen Verkaufspreisen ist man auch am Forstbetrieb Wasserburg sehr erfreut. „Überraschend ist vor allem die Roteiche und auch unsere Lärchen gingen sehr gut weg“, berichtete Sebastian Klinghardt, stellvertretender Forstbetriebsleiter. So kam jeweils der teuerste Stamm der Baumart Kirsche, Roteiche und Douglasie aus den Wäldern um Wasserburg. „Die teuerste Kirsche kam aus Anzing“. stellt Anton Würfel, Revierförster aus Anzing voller Stolz fest.

„Die gute Nachfrage nach hochwertigem Holz zu hohen Preisen ist Balsam für die derzeit vielfach geplagten Waldbesitzer“, so Hammerl. Waldbesitzer können seit Längerem für Fichte-Standardware aufgrund von Borkenkäfer, Schneebruch und Sturmschäden nur geringe Einnahmen erzielen. Die deutliche Preisdifferenz von Submissionsholz zur Standardware zeigt, dass es sich lohnt, in die Pflege des Waldes und in die Begründung von Mischbestände zu investieren.

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