„Im Bauhandwerk steht der Mensch im Mittelpunkt“

Überzeugten mit besondere Leistungen: die besten Maurer-Junggehilfen der Bauinnung Wasserburg/Ebersberg. Korbinian Raab und Kilian Baumgartner (von links hinten) mit Doris Heilmann (Betrieb Martin Heilmann), Martin Schmid (Obermeister Innung) Hubert Strasser (Ausbildungsmeister Bildungszentrum), Sylvia und Helmut Grundner (Betrieb Wilhelm Grundner) (von links). RIEGER

Pfaffing – „Trotz aller Technisierung und Digitalisierung steht im Bauhandwerk immer noch der Mensch im Mittelpunkt“, stellte der Innungs-Obermeister der Bauinnung Wasserburg/Ebersberg, Martin Schmid, in seiner Ansprache fest.

Er ehrte die diesjährigen innungsbesten Maurer-Junggehilfen Korbinian Raab und Kilian Baumgartner im Pfaffinger Hof.

Er lobte gezeigten Einsatz, Talent und Geschick. Wichtige Begleiter auf dem Weg zum erfolgreichen Bestehen der Gesellenprüfung seien laut Schmid aber auch die Vertreter der Ausbildungsbetriebe, das Bildungszentrum Rosenheim sowie die Eltern mit ihren Einsatz und ihrer Hilfe. Den beiden Geehrten überreichte er eine Uhr – und merkte schmunzelnd an, „dass an Feierabend ned überseht’s!“

In Bezug auf menschliche Ansprechpartner im Handwerk, sagte er, mit einer App könne man keine reale Handwerksleistung abrufen und aus dem Internet könnten Arbeitsergebnisse ebenfalls nicht heruntergeladen werden. Handwerksarbeit werde etwas Einzigartiges, Wichtiges und Wertvolles bleiben, so Schmid weiter. Deshalb sollten auch die Geehrten keine Angst vor Veränderungen haben, denn Betriebe bräuchten motivierte, leistungsbereite und hoch qualifizierte Mitarbeiter. In einer genaueren Vorstellung der beiden Junggehilften empfahl der Innungsobermeister Korbinian Raab, der von der Firma Martin Heilmann übernommen worden war, sich möglichst viele Tipps und Tricks von seinen Kollegen abzuschauen aber auch selbst seine innovativen Ideen einzubringen.

Kilian Baumgartner – Geselle der Firma Wilhelm Grundner – begann im September an der Fachhochschule in München sein Architekturstudium. Es sei zu begrüßen, so Schmid, dass künftige Architekten vor ihrer akademischen Ausbildung die Praxis erlernt hätten. Das schärfe die Vorstellung, worauf es im Baubereich wirklich ankomme. kr

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