Austritt aus dem Landesverband? Traunsteiner Maler- und Lackierer-Innung vertagt Entscheidung

Ehrung für seine jahrzehntelangen Verdienste: Max Grafetstetter (rechts) wurde von Obermeister Klaus Freutsmiedl für sein Engagement in der Maler- und Lackierer-Innung Traunstein ausgezeichnet.
+
Ehrung für seine jahrzehntelangen Verdienste: Max Grafetstetter (rechts) wurde von Obermeister Klaus Freutsmiedl für sein Engagement in der Maler- und Lackierer-Innung Traunstein ausgezeichnet.

Bei der Jahreshauptversammlung der Maler- und Lackierer-Innung Traunstein diskutierten die Mitglieder auch über einen Austritt aus dem Landesinnungsverband, nachdem Obermeister die Frage nach dem Nutzen in den Raum gestellt hatte. Eine Entscheidung wurde jedoch vertagt.

Von Andreas Wittenzellner

Traunstein – Im Umfeld steigender Coronazahlen fand jetzt Traunstein die Jahreshauptversammlung der Maler- und Lackierer-Innung Traunstein statt. Oberstudiendirektor Wolfgang Kurfer lieferte den anwesenden Vertretern der Ausbildungsbetriebe aktuelle Informationen zum digitalen Distanzunterricht an der staatlichen Berufsschule I Traunstein. Der Schulleiter betonte, wie schwierig es für die Schulfamilie in den vergangenen Monaten in Zeiten des Lockdowns und der Beschränkungen vor und nach der Schulschließung war. „Die Prüfung ist unter anderen Bedingungen gelaufen wie bisher aber sie ist gut gegangen“ blickte er zurück.

Lesen Sie auch:Die Elektro-Innung Traunstein hat einen neuen Obermeister – Peter Müller beerbt Otto Zach

Nachgewählt werden für den Prüfungsausschuss musste im Bereich des Meisterbeisitzers Maler- und Lackierer. Hier wurde bei zwei Enthaltungen für Thomas Block gestimmt. Bei der Wahl der Meisterbeisitzer der Fahrzeuglackierer wurden die Stimmen Alfred Wurmitzer, Stephan Schulz, Enno Uphoff und Wladislaw Kusnezov gegeben. Keine Veränderungen gab es bei der Besetzung des Rechnungsprüfungsausschusses, der wie bisher von Gabriele Schneider und Johannes Baumgartner besetzt wird.

Lesen Sie auch:Metall-Innung Altötting/Mühldorf – Einige Betriebe hat die Corona-Krise „schwer erwischt“

Längere Diskussionen standen bei der Innungssatzung an, wobei sich die Frage insbesondere darum drehte, ob Innungsmitglied auch werden kann, wer ein handwerksähnliches Gewerbe ausübt, für das keine Ausbildungsordnung erlassen worden ist. Diskussionen gab es auch um die Frage des Austritts aus dem Landesinnungsverbandes. „Wer braucht eigentlich den Landesinnungsverband?“, fragte Obermeister Klaus Freutsmiedl in die Runde und berichtete über eine unbefriedigende Zusammenarbeit mit dem Innungsverband. Man überlege sich die für zu hoch empfundenen Beiträge für den Verband zu sparen, sorge sich aber um einen erhöhten Arbeitsaufwand für die Innung. Die Entscheidung über den möglichen Austritt wurde aber in den Innungsvorstand vertagt.

Lesen Sie auch:Bau-Innung Traunstein-Berchtesgadener Land – Bernhard Fuchs bleibt Obermeister

Schon vor Längerem gab es Diskussionen um eine Fusion mit den Innungen in Mühldorf und Rosenheim, die aber letztlich nicht zustande kam. Auch eine Fusion mit der Innung Berchtesgaden wurde nicht realisiert, endete aber in einer konstruktiven Zusammenarbeit der beiden Innungen.

Kommentare