Ausblick auf die Geschäftsentwicklung in der Region verdüstert sich

Auch bei den Zukunftsaussichtenfällt die Einschätzung der Rosenheimer Wirtschaft deutlich optimistischer aus als bei der deutschlandweiten Ifo-Umfrage. re
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Auch bei den Zukunftsaussichtenfällt die Einschätzung der Rosenheimer Wirtschaft deutlich optimistischer aus als bei der deutschlandweiten Ifo-Umfrage. re

Rosenheim – Das aktuelle Wirtschaftsbarometer Rosenheim wurde zu einem Zeitpunkt erhoben, der vor der deutlichen Zunahme von Corona-Infektionen in Europa lag.

Die Einschätzungen der teilnehmenden Unternehmen haben sich darin trotzdem sowohl in Bezug auf die aktuelle Geschäftslage als auch in den Erwartungen für die kommenden sechs Monate spürbar verschlechtert.

Lage wird noch als„gut“ eingeschätzt

Die aktuelle Geschäftslage wird mit einem Saldo aus positiven und negativen Beurteilungen in Höhe von plus 26,4 immer noch sehr gut eingeschätzt, allerdings lag dieser Wert vor einem Monat noch bei plus 47,2. Ähnlich ist die Entwicklung bei den Geschäftserwartungen mit einem Saldo von plus 18. Zwar sind diese durchaus positiv, gegenüber dem Vormonat mit plus 28,2 aber doch deutlich schwächer. Zu Jahresbeginn 2019 lag er jedoch nur bei leicht optimistischen plus 5,3.

Unverändert sind die vergleichbaren Werte des Ifo-Institutes für Deutschland geringer als in Rosenheim. Die Geschäftslage wird hier nur mit einem Saldo von plus 10,9 bewertet und die Geschäftsaussichten sind mit minus 3,2 zwar etwas verbessert (Vormonat: minus 6,3), aber immer noch leicht pessimistisch.

Die Eintrübung der Stimmung im Gewerbe schlägt sich noch nicht in den Planungen der heimischen Unternehmen für deren Personalbestand und Investitionshöhe nieder. Jedes fünfte teilnehmende Unternehmen plant, den Personalbestand zu erhöhen. Am ausgeprägtesten ist dies mit 25 Prozent im verarbeitenden Gewerbe. Im Einzelhandel möchte dies kein Teilnehmer an dieser monatlichen Umfrage der Fakultät für Betriebswirtschaft an der TH Rosenheim. Lediglich sieben Prozent aller Unternehmen möchten die Belegschaft abbauen. 24 Prozent der Unternehmen planen die Investitionen auszuweiten, im verarbeitenden Gewerbe sind es sogar 40 Prozent, allerdings planen in diesem Gewerbezweig auch 13 Prozent Investitionen zu kürzen. Über alle Unternehmen hinweg sind es nur neun Prozent.

Covid-19-Auswirkungunkalkulierbar

Fraglich bleibt jedoch, inwieweit die Verschärfung der Corona-Virus-Krise diese Planungen und insbesondere die tatsächliche Geschäftstätigkeit beeinträchtigen wird.

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