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Suche nach Fachkräften bleibt

Arbeitsmarkt in der Region: Schritt für Schritt zum Stand vor Corona

Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Traunstein spürbar.
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Der regionale Arbeitsmarkt erholt sich wieder.
  • Michael Weiser
    VonMichael Weiser
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Es geht aufwärts mit der Wirtschaft, zumindest, was den Arbeitsmarkt in der Region betrifft. Allen Problemen mit gerissenen Lieferketten zum Trotz läuft der Motor, zumindest suchen die Betriebe nach Fachkräften. Die Experten blicken voraus in die Vergangenheit - wann der Stand von 2019 erreicht ist.

Rosenheim – Der regionale Arbeitsmarkt holt weiterhin auf. „Schritt für Schritt“, so sagt es Michael Schankweiler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, nähere man sich dem Niveau von 2019.

Das heißt: Die Zahl der arbeitslos Gemeldeten ist weiter zurückgegangen. Und zwar um 510 Menschen im Agentur-Bezirk, der die Landkreise Rosenheim, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen sowie die kreisfreie Stadt Rosenheim umfasst. Sie liegt jetzt bei 7840 und damit deutlich (ein Minus von 2410) unter dem Wert von vor einem Jahr und um 760 über dem Wert von September 2019.

Schankweiler hebt hervor, dass auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen gesunken sei.

Es geht aufwärts mit der Wirtschaft, zumindest, was den Arbeitsmarkt in der Region betrifft. 

Zahl der offenen Stellen höher als vor zwei Jahren

Dabei mache sich auch das Urlaubsende für die Personalverantwortlichen bemerkbar. So haben sich mehr Menschen bei der Agentur abgemeldet als sich neu oder erneut gemeldet haben – 2700 gegenüber 2200. Die Arbeitslosenquote beträgt 2,5 Prozent. Sie liegt um 0,8 Prozentpunkte unter dem Wert von vor einem Jahr und um 0,2 Prozentpunkte über dem von vor zwei Jahren.

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Michael Vontra weiß als Leiter des operativen Bereichs der Agentur, dass die Zahl der offenen Stellen im September nochmals zugelegt habe und damit höher sei als vor zwei Jahren. Vor allem Fachkräfte seien gesucht.

Leichte Steigerung bei Menschen mit Hartz IV

In der Stadt Rosenheim steht die Arbeitslosenquote bei 4,2 Prozent (Vormonat: 4,3 Prozent; September 2020: 5,5 Prozent). Derzeit sind 1535 Bürger ohne Arbeit. Bei den Arbeitslosen nach SGB III, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, verringerte sich die Arbeitslosenzahl um 55 auf 680.

Für 855 arbeitslose SGB II-Kunden – im allgemeinen Sprachgebrauch „Hartz IV“ – ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Das sind 15 mehr als im August. Insgesamt betreut das Jobcenter 2005 erwerbsfähige Leistungsberechtigte in 1595 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. Bis zum Zähltag am 26. September lagen für den Monat September keine Anzeigen für „Konjunkturelle Kurzarbeit“ vor.

Auch im Landkreis sinkt die Quote

Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 2,4 Prozent (Vormonat: 2,5 Prozent; September 2020: 3,2 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Menschen insgesamt für den Landkreis beträgt 3436.

Bei der Hauptagentur in Rosenheim sind 2123 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 148 weniger als im Vormonat.

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Das Jobcenter Landkreis Rosenheim kümmert sich um 1313 arbeitslose SGB II-Kunden, 31 weniger als im August. Insgesamt betreut das Jobcenter 3113 erwerbsfähige Leistungsberechtigte in 2534 in sogenannten Bedarfsgemeinschaften.

Die Zahlen aus Traunstein und Mühldorf

Mit ihrer positiven Entwicklung entsprechen kreisfreie Stadt und Landkreis Rosenheim dem Trend in Bayern. Wie auch die Landkreise Traunstein und Mühldorf, die von der Agentur für Arbeit in Traunstein bereitet werden.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein betrug im September 2,3 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als im August. Im September 2020 lag die Quote bei 3,1 Prozent. 2274 Menschen sind arbeitslos gemeldet, 172 weniger als im Vormonat und 814 weniger als im Vergleichsmonat 2020.

Müller appelliert an Firmen, auch Ältere einzustellen

1005 Menschen gehören zu den Älteren über 50 Jahre, das sind 29 weniger als im Vormonat und 121 weniger als im Vorjahresvergleich. Dennoch: 44,2 Prozent der Gesamtheit kommen aus dieser Altersgruppe. „Wir dürfen es uns nicht mehr leisten, auf die Weiterbildungsbereitschaft der Älteren zu verzichten“, sagt Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein. 675 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen, 30 weniger als im August und 34 mehr als im Vergleichsmonat 2020.

Im September gab es 722 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit, das sind 66 Menschen mehr als im Vormonat; darunter 477 Kunden der Agentur und 245 Kunden des Jobcenters. Insgesamt 293 davon nahmen eine Beschäftigung auf, 164 Menschen gingen in Aus- oder Weiterbildung. 230 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab, 553 Menschen in die Arbeitslosigkeit, mit 116 Neumeldungen weniger als im August.

Sinkende Zahlen auch in Mühldorf

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf betrug im September 3,2 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als im August. 2141 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 83 weniger als im August. Im Vorjahresvergleich ist dies ein starker Rückgang um 18,6 Prozent, 488 Menschen mehr waren im September 2020 gemeldet.

Auch dort sind die Älteren überproportional vertreten. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen beträgt 806 (plus 21 im August, plus 191 im September 2020). 1008 Kunden werden von der Agentur für Arbeit, 1133 vom Jobcenter betreut.

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