Arbeitslosenquote steigt in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Mühldorf leicht an

Leichter Anstieg der Quote in den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf und Traunstein. In der Stadt Rosenheim ging sie sogar etwas zurück. klinger

Die Wintersaison wirft ihre Schatten auf dem heimischen Arbeitsmarkt voraus: In den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Mühldorf ist die Arbeitslosenquote leicht angestiegen. Insgesamt bleibt die Lage aber stabil, wie die Arbeitsagenturen Rosenheim und Traunstein deutlich machten.

Rosenheim/Traunstein/Mühldorf – Die Arbeitslosenquote auf dem Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Rosenheim, der Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, ist vorder Wintersaison leicht angestiegen. Die Arbeitslosenzahl nahm nach Angaben der Agentur für Arbeit in Rosenheim im November um 150 Betroffene auf 6940 zu. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich in dem Zeitraum um 0,1 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent und entspricht damit den vierten Monat in Folge dem Vorjahresniveau.

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent (Vormonat: 3,8; November 2018: 3,9 Prozent). Derzeit sind 1338 Bürger ohne Arbeit. Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 2,1 Prozent (Vormonat: 2,0; November 2018: 2,1 Prozent). Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis beträgt 2998.

„Arbeitsmarkt in der Region ist robust“

„Wir können davon sprechen, dass der regionale Arbeitsmarkt robust ist, da die Arbeitslosenzahl trotz der (wirtschaftlichen Eintrü-bungen den Wert des Vergleichsmonats des Vorjahres lediglich um 50 übersteigt“, so Michael Vontra, der kommissarische Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim.

Mit Blick auf die jahresübliche saisonbedingte Freistellung von Personal in den Herbst- und Wintermonaten sagte er: „Im Baugewerbe sind im November noch kaum Entlassungen zu verzeichnen. In Gartenbauberufen sind hingegen die ersten witterungsbedingten Personalfreistellungen erfolgt. Auch die Betriebe aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe, die über die Wintermonate schließen, haben schon verstärkt Beschäftigte entlassen. Viele Unternehmen wollen aber an ihren Fachkräften festhalten und haben häufig bereits eine Zusage zur Wiedereinstellung der Beschäftigten zu Frühlingsbeginn in Aussicht gestellt.“

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Ein besonderes Augenmerk legte der kommissarische Agenturleiter auf die Arbeitslosen mit Behinderung: „Die Lage dieser Menschen stellt die Bundesagentur für Arbeit mit der deutschlandweiten ,Woche der Menschen mit Behinderung‘ vom 2. bis 6. Dezember besonders in den Mittelpunkt. Aktuell sind in unserem Agenturbezirk 650 Schwerbehinderte arbeitslos gemeldet, 15 mehr als im Oktober und 50 mehr als vor einem Jahr“, An die Firmen in der Region gerichtet sagte Vontra: „Sprechen Sie unsere Spezialisten vom Reha-Team oder Ihren Ansprechpartner im Arbeitgeberservice an. Sie können als Arbeitgeber vom Potenzial dieser Menschen profitieren!“

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Im Bezirk der Agentur für Arbeit in Traunstein, der die Landkreise Traunstein, Altötting, Berchtesgadener Land und Mühldorf, umfasst, betrug die Arbeitslosenquote im November 2,7 Prozent. Das sei „eine dem Saisonende entsprechende Steigerung um 0,2 Prozentpunkte gegenüber Vormonat Oktober“, so Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur in Traunstein. 7 539 Menschen sind in deren Zuständigkeitsbereich aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen, das sind 440 mehr als im vergangenen Monat, ein Anstieg um 6,2 Prozent und 182 weniger als im November 2018, als die Quote bei 2,8 Prozent lag.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein betrug im November 2,5 Prozent, das sind 2418 Menschen, 223 mehr als im Oktober und 23 weniger im Vorjahresvergleich, als die Quote ebenfalls bei 2,5 Prozent lag.

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Im Landkreis Altötting betrug die Quote im November 2,5 Prozent. Im Vorjahresmonat lag der Wert um 0,1 Prozentpunkte höher. 1608 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 38 Menschen weniger als vor einem Jahr. Im Vormonatsvergleich sind es 17 weniger, als die Quote bei 2,6 Prozent lag.

Im Kreis Berchtesgadener Land lag die Arbeitslosenquote im November bei 3,1 Prozent, das ist eine Zunahme um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Oktober und ein Rückgang um 0,3 Prozentpunkte im Vorjahresvergleich. 1640 Menschen waren gemeldet, 225 mehr als im Vormonat und 111 weniger als im Vorjahresvergleich.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf lag im November bei 2,9 Prozent, ein leichter Anstieg um 0,1 Prozentpunkte zum Oktober und ein Gleichstand im Vorjahresvergleich. 1873 Menschen waren im November arbeitslos gemeldet, das sind neun Menschen mehr als im Vormonat und zehn weniger als im Vorjahr.

Saisonabhängigkeit im Süden höher

„Der November zeigt uns wieder deutlich, dass die beiden südlichen Landkreise weit stärker von der Saison abhängig sind, als die beiden nördlichen“, analysierte Müller. „Ein Hauptgrund hierfür ist die Betriebsruhe in Hotels und Gaststätten vor der Wintersaison.“ In den meisten Fällen sei die Wiedereinstellung zu den Weihnachtsfeiertagen schon besprochen, so die Leiterin der Arbeitsagentur in Traunstein.

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