Als Rentnerin mit Aktien zur Millionärin: Beate Sander (83) verrät Geheimnis ihres Erfolgs

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Die über 83-jährige Beate Sander ist seit fünf Jahren Selfmade-Millionärin.

Die 83-jährige Beate Sander ist Börsianerin aus Leidenschaft und seit fünf Jahren Selfmade-Millionärin. In Rosenheim erzählte sie beim Börsentag jetzt, wie sie das geschafft hat.

Rosenheim – “ Gerade Beispiele wie Beate Sander – zu Gast beim zwölften Rosenheimer Börsentag – machen für Experten und Laien den besonderen Reiz für die über 1000 Besucher aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Luxemburg, Italien, Polen und sogar Schweden war das Rosenheimer Kultur- und Kongress-Zentrum ausgebucht und der Börsentag ein voller Erfolg.

In fünf Jahren zur Selfmademillionärin

Die 83-jährige Beate Sander ist Börsianerin aus Leidenschaft und seit fünf Jahren Selfmade-Millionärin. Sie hat mit 59 Jahren aus 30 000 Euro binnen 20 Jahren eine Million Euro an der Börse gemacht. „Ich bin erst Mitte der 90er-Jahre zur Börse gekommen. Ich habe als Wirtschafts- und Sozialwesenlehrerin an einer Realschule gearbeitet. In der Theorie kannte ich mich also mit Aktien aus, aber selbst habe ich zuvor nicht an der Börse gehandelt“, schilderte sie eindrucksvoll.

Sanders erste Aktie war eigenen Angaben zufolge die Deutsche Telekom. „Ich habe die erste Tranche gezeichnet, danach aber keine weiteren Kapitalerhöhungen mitgemacht. Deswegen habe ich auch gute Erfahrungen mit der Telekom, die ich bis heute halte. Über die Jahre habe ich mit den Dividenden sehr gut verdient. Im Crash 2008/2009 habe ich noch dreimal nachgekauft zum Preis von deutlich unter neun Euro“, so Sander.

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Sie bewies ein Gespür für Unternehmen, die auf lange Sicht Kursgewinne von 1000 Prozent und mehr gemacht haben. „Davon habe ich einige im Depot, großteils im steuerfreien Altbestand, weil ich sie im Crash 2000 bis 2003 und vor allem 2008 gekauft habe“, schilderte sie. Der zwölfte Rosenheimer Börsentag stand unter dem Motto „Mission pro Börse – warum jeder an der Börse investieren sollte“. Anhand des mittlerweile schon obligatorischen Pechvogel-Charts zeigte Müller, dass selbst Anleger, die jedes Jahr den denkbar ungünstigsten Einstiegszeitpunkt erwischen, an der Börse langfristig, ein Vermögen aufbauen können.

Denn: Deutschland hat nur zehn Millionen Aktionäre, das ist im internationalen Vergleich sehr wenig“, so Müller. Norbert Paul von der Börse Stuttgart hielt seinen Vortrag über „Gold – Ein glänzendes Investment“ und erklärte den Anlegern, wie einfach echtes Gold mittels Euwax Gold II (WKN EWG2LD) gehandelt werden kann. Danach übernahm Privatdozent Dr. Hubert Dichtl von Dichtl Research das Wort. Der Frankfurter Wirtschaftswissenschaftler zeigte anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse und Erfahrungen in der Beratung von institutionellen Anlegern, die zentrale Bedeutung der Risikoreduktion für den langfristigen Anlageerfolg auf. Verlustreduktion sollte demnach in drei Stufen erfolgen: internationale Streuung, risikoärmere Anlagen und eine dynamische Steuerung der Aktienquote.

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Traditionell wurde die Pause auch rege genutzt, um untereinander fachzusimpeln oder sich auf der Messemeile zu informieren. Denn das Team von boerse.de-Aktienbrief, Trendbrief, Turnaround-Trader, Champions-Trader sowie Kurzfrist-Trader hatte an ihren Ständen für Fragen ein offenes Ohr. Daneben waren als Kooperationspartner auch die Börse Stuttgart, Vontobel, Deutsche Bank, Goldman Sachs, HypoVereinsbank sowie Morgan Stanley mit gut besuchten Infoständen vertreten. Interessenten konnten sich zudem über den boerse.de-Aktienfonds, den boerse.de-Weltfonds sowie die Rosenheimer Indexalternativen BCDI und BCDI USA informieren. Nachmittags startete boerse.de-Content-Manger Volker Rechberger mit einem Überblick über den neuen BCDI USA sowie die drei weiteren Investmentalternativen „made in Rosenheim“. Die Besucher erfuhren unter anderem, weshalb sich der boerse.de-Weltfonds als Fonds für den Ruhestand eigne und zu welchem Anlagehorizont der boerse.de-Aktienfonds am besten passe.

Champions-Dividende und Dax-Prognose

Danach übernahm Thomas Driendl das Mikrofon. Der Tiroler zeigte zunächst, wie Champions-Dividenden langfristig wirken und dass bei den Champions Fielmann und Fresenius Turnarounds in der Luft liegen. Zudem erfuhren Besucher, mithilfe welcher Kriterien der Turnaround-Trader-Chefredakteur immer wieder seine heißen Turnaround-Favoriten mit Vervielfachungspotenzial findet. Außerdem wurde auf die Perspektiven hingewiesen, die sich beim Goldpreis eröffnen. Sebastian Bleser, Derivateexperte HypoVereinsbank onemarkets, erläuterte die „Fünf Schritte zum erfolgreichen Trader“. Außerdem wurden Bitcoin & Co. von Heiko Geiger, Head of Public Distribution Deutschland & Österreich Vontobel, angesprochen. Er gab einen Einblick in die Welt der Kryptowährungen.

Im Rahmen des Börsentagesüberreichte Börsenverlag-Vorstand Thomas Müller (links) der Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (rechts, als Stiftungsvorstand einen Scheck über 6800 Euro. Die Höhe der Spende orientiert sich am boerse.de-Aktienfonds (WKN: A2AQJY), der 12,8 Prozent Gewinn im zweiten Geschäftsjahr erzielte.

Anschließend zeigte Champions-Trader-Chefredakteur Alexander Coels, wie sich die Gewinne von Champions-Aktien hebeln lassen. Der Vortrag von Trendbrief-Chefredakteur stand unter dem Motto „So verdienen Sie an allen Börsentrends“. Den Abschluss bildete die Börsenvision von Thomas Müller. In rund eineinhalb Stunden und mithilfe von mehr als 160 Folien erklärte er, warum jeder an der Börse investieren sollte. Insbesondere bei Besuchern, die erstmals den Weg in die „oberbayerische Börsenmetropole“ fanden, dürfte die Dax-Prognose für Aufsehen gesorgt haben. Denn per 2039 hält Müller – wie schon 2014 in „Das Börsenbuch“ prognostiziert – einen Dax-Anstieg auf 100 000 Punkte möglich. Anschließend richtete Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer ihre bereits traditionellen Grußworte an die Börsentag-Besucher aus und verglich die Veranstaltung dabei sogar mit der Berkshire-Hathaway-Hauptversammlung in Omaha.

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