Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Branche der Mineralbrunnen

Adelholzener Alpenquellen aus Siegsdorf: Wachstum entgegen dem Trend

Das Firmengelände der Adelholzener Alpenquellen bei Siegsdorf. Das Unternehmen, das dem Orden der Barmherzigen Schwestern gehört, legte nun erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht vor.
+
Das Firmengelände der Adelholzener Alpenquellen bei Siegsdorf. Das Unternehmen, das dem Orden der Barmherzigen Schwestern gehört, legte nun erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht vor.

Der Mineralbrunnen in Bad Adelholzen bei Siegsdorf trotzt der Pandemie und einem schlechten Sommer. Der Absatz der Mineral- und Heilwässer verzeichnete zuletzt ein leichtes Plus. Zudem stellte das Unternehmen erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht vor.

Siegsdorf – Trotz schwieriger Bedingungen durch die Corona-Pandemie und eines durchwachsenen Sommergeschäfts herrscht bei den Adelholzener Alpenquellen in Siegsdorf große Zuversicht. Wie bei der Vorstellung des ersten Nachhaltigkeitsberichts deutlich wurde, konnte sich der Mineralbrunnen aus Bad Adelholzen heuer im Wettbewerbsumfeld gut behaupten. So verzeichnete der Absatz von Januar bis August ein Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit einem Umsatzzuwachs von einem Prozent setzen sich die Alpenquellen sogar deutlich vom rückläufigen Branchendurchschnitt ab und verteidigen ihren starken dritten Platz im nationalen Mineralwassermarkt.

Klimaneutraler Standort

Einen guten Anteil an der Ergebnisverbesserung haben unter anderem vier neue Produkte im Heilwasserangebot. „Unsere Absatzerwartungen sind absolut erfüllt worden“, erklärt Geschäftsführer Stefan Hoechter.

Lesen Sie auch: Stille Mineralwasser im Test

Im Zuge der Klimaschutzdiskussion wolle das Unternehmen dem Thema Nachhaltigkeit gerecht werden. Laut Geschäftsführer Peter Lachenmeir heißt dies etwa konkret, dass sämtliche Erlöse des Unternehmens nach Investitionen in die Einrichtungen des Ordens der Barmherzigen Schwestern als 100-prozentiger Eigentümer wie Altenheime und Kliniken sowie soziale Projekte fließen. Wie sich die bisherigen Maßnahmen bereits ausgewirkt haben und welche Klimaschutzziele sich das Unternehmen gesetzt hat, macht erstmals der neue Nachhaltigkeitsbericht transparent.

Projekte in Südamerika unterstützt

So ist der Standort seit Anfang dieses Jahres klimaneutral. Durch die Verwendung von Ökostrom aus Wasserkraft verringerte Adelholzener seine CO2-Emmissionen 2020 um 53 Prozent im Vergleich zu 2019. Darüber hinaus wurde in diesem Jahr eine neue, leistungsstarke Photovoltaikanlage auf den Dächern installiert. Sie liefert zusammen mit den Bestandsanlagen jährlich eine Million Kilowattstunden Sonnenstrom. Die unvermeidbaren Restemissionen wurden mithilfe zweier zertifizierter Aufforstungs- und Waldschutzprojekte in Uruguay und Brasilien durch Kooperation mit dem Unternehmen ClimatePartner kompensiert. „Bis 2030 sollen die Treibhausgas-Emissionen insgesamt um 60 Proze nt reduziert werden“, so die Geschäftsleitung.

Über dem Marktdurchschnitt

80 Prozent aller Flaschenfüllungen laufen bei Adelholzener im Mehrwegsystem – das ist eine Quote weit über dem bundesweiten Branchendurchschnitt, der bei unter 30 Prozent liegt. Durch einen Recyclateinsatz von 25 Prozent und einer Rücklaufquote von über 98 Prozent in Deutschland setzt das Unternehmen auch bei Einweggebinden für die Getränkeflaschen auf eine Vorreiterrolle.

Vor Ort am Firmengelände wird auch unter anderem der Ausbau der E-Mobilität vorangetrieben. Dort soll es weiterhin Verbesserungen des Energie- und Ressourcenverbrauchs in Produktion, Logistik und Verwaltung geben. „Ein ganz wichtiger Faktor für uns beim Thema

Nachhaltigkeit ist auch die soziale Verantwortung für die Mitarbeiter und unser Engagement für die Region“, ergänzt Peter Lachenmeir. Er nennt einige Beispiele: In der Betriebsgastronomie gebe es Speisen in Bio-Qualität. Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern, biete das Unternehmen Präventionsangebote zu Themen wie Schlafen und Schichtarbeit, rückengerechte Staplersitze bis hinzu Nichtraucherseminaren und Gesundheitstagen an.

Lesen Sie auch: Brutzeln und Aufschlagen mit Sprudelwasser

Nicht zuletzt hat etwa die Bergwacht durch mehrere Spendenaktionen von einem „deutlich sechsstelligen Betrag“ für ihr Trainingszentrum in Bad Tölz profitiert.

Der Markt in Zahlen

Adelholzener ist ein Mineralbrunnen von rund 200 in Deutschland, die zusammen über 500 verschiedene Mineralwässer und 35 Heilwässer anbieten, so der Verband Deutscher Mineralbrunnen in Bonn (VDM). Seit Jahren das beliebteste alkoholfreie Kaltgetränk ist demnach Mineralwasser. 131,9 Liter Mineral- und Heilwasser und 37,3 Liter Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke konsumierte laut VDM jeder Bundesbürger im Jahr 2020. Im Vergleich zu 2019 ist das ein leichter Rückgang von sieben beziehungsweise drei Litern. PET-Mehrweg-Flaschen legten dabei mit einem Anteil von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (13,3 Prozent) leicht zu.

Glas-Mehrweg (20,5 Prozent Anteil) wird immer beliebter (2019: 18,6 Prozent). (re)

Mehr zum Thema

Kommentare