Abgrenzung gewünscht: In Rechtmehring wird aus Raiffeisenbank RSA das Bankhaus RSA

Enthüllten den neuen Namen: die Vorstände Thomas Rinberger (links) und Alfred Pongratz rechts).
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Enthüllten den neuen Namen: die Vorstände Thomas Rinberger (links) und Alfred Pongratz rechts).

Aus der Raiffeisenbank Rechtmehring-Soyen-Albaching (RSA) wird das Bankhaus RSA: Das war die Überraschung des Abends bei der Generalversammlung. Neben den Jahresberichten stand die Umbenennung im Fokus.

Von Franz Manzinger und Heike Duczek

Rechtmehring – „Wenn wir langfristig selbstständig bleiben wollen, müssen wir uns von den anderen Banken unterscheiden. Wir können viele Entscheidungen anderer Regionalbanken nicht mehr nachvollziehen, deshalb möchten wir auch ganz bewusst unseren Firmennamen ändern“, erklärte Vorstandssprecher Thomas Rinberger.

Obwohl der Begriff „Raiffeisenbank“ jetzt nicht mehr in Namen auftaucht, ist das Bankhaus RSA nach wie vor eine Genossenschaftsbank, teilte er auf Anfrage mit.

Applaus für den neuen Namen

„Wir wollen weder Negativzinsen oder Verwahrentgelte für unsere Kunden einführen, noch über Zweigstellenschließungen oder Reduzierung der Öffnungszeiten nachdenken. Telefon-Call-Center, Standardisierungen oder Serviceverschlechterungen kommen für unser Haus nicht in Betracht“, so der Vorstandssprecher. Die Mitglieder reagierten auf die Enthüllung des neuen Banknamens „Bankhaus RSA eG“ mit Applaus.

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Die RSA-Bank verzeichnete für das vergangene Jahr überdurchschnittliche Zahlen sowohl im Wachstum als auch im Ergebnis. Die Bilanzsumme stieg nach Vorstandsangaben 2019 um über elf Prozent auf 456 Millionen Euro. Die bilanzwirksamen Kredite erhöhten sich um 7,4 Prozent – auf rund 400 Millionen Euro. Durch vermittelte Kredite wird in etwa die gleiche Summe außerhalb der eigenen Bilanz zusätzlich betreut. Die Einlagen stiegen um 15,2 Prozent auf 320 Millionen Euro, so der Vorstand. Aufgrund des überdurchschnittlichen Ergebnisses habe die Eigenkapitalzuführung dem starken Wachstum standgehalten.

75 Mitarbeiter, drei Geschäftsstellen

Die RSA-Bank hat 75 Mitarbeiter, drei Geschäftsstellen in Rechtmehring, Soyen und Albaching sowie zwei Beratungsbüros in Wasserburg und München. In Albaching ist ein Neubau geplant.

Für die außergewöhnliche Vertriebsleistung habe das Geldinstitut innerhalb des Verbundes der Raiffeisenbanken einen Preis als beste Fördermittelbank in Bayern sowie eine Auszeichnung als zweitbeste Immobilienkreditvermittlerbank in Deutschland erhalten. „Wir sind stolz darauf, dass wir als kleines, aber feines Bankhaus, zu den besten Banken in Bayern als auch deutschlandweit zählen“, so Direktor Alfred Pongratz.

Er führte durch die satzungsgemäßen Beschlüsse zur Gewinnverwendung, zur Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Die Aufsichtsräte Franz Sanftl und Josef Ebersberger wurden wiedergewählt. Alle Beschlüsse fielen in der Versammlung einstimmig. Als 4000. Mitglied erhielt Bartholomäus Zacherl eine Auszeichnung.

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Die Ausschüttung einer Dividende von fünf Prozent an die Genossen begründete Pongratz mit dem in der Satzung verankerten genossenschaftlichen Grundprinzip der Mitgliederförderung. „Wir sind der Meinung, wenn es uns gut geht, soll es auch den Mitgliedern gut gehen.“

Der Aufsichtsratsvorsitzende und ehemalige Bürgermeister von Albaching, Franz Sanftl, unterstrich, „die Anpassungsfähigkeit und Serviceorientierung“ zeichne die Bank auch in der Krise aus. Die Vorstände sprachen von einer bisher auch 2020 „sehr erfreulichen Entwicklung“.

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