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Innungen für Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik

60 junge Handwerker brechen auf in eine Zukunftsbranche

Sie sind die Prüfungsbestenim SHK-Handwerk: (von links) bei den Anlagenmechanikern Andreas Schmid und Georg Ortner und bei den Spenglern Florian Linkat. Die Obermeister der Innungen Traunstein (Josef Pflügl, rechts) und Berchtesgadener Land (Peter Schuhbeck, ganz links) gratulierten.
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Sie sind die Prüfungsbestenim SHK-Handwerk: (von links) bei den Anlagenmechanikern Andreas Schmid und Georg Ortner und bei den Spenglern Florian Linkat. Die Obermeister der Innungen Traunstein (Josef Pflügl, rechts) und Berchtesgadener Land (Peter Schuhbeck, ganz links) gratulierten.

Festtag für 60 ausgelernte junge Auszubildende: 53 Anlagemechaniker und sieben Spengler der Innung für Spengler, Sanitär und Heizungstechnik Traunstein, der Innung Sanitär- und Heizungstechnik Berchtesgadener Land und der Innung Spengler, Sanitär- und Heizungstechnik Rosenheim nach erfolgreicher Prüfung freigesprochen.

Traunstein/Mühldorf/Rosenheim – Der Größe der Veranstaltung entsprechend hatte man mit dem Festzelt in Truchtlaching einen geeigneten Ort gefunden. Gleich zu Beginn des Abends sorgte der Kabarettist Stefan Otto mit seinem Griasde-God-Lied für die richtige Stimmung. Kräftig in die Instrumente bliesen die Blasmusiker von der Haager Schlossturm-Musi und so kam Festatmosphäre im gut gefüllten Zelt auf.

Ein Lob für die Zusammenarbeit

Der Innungs-Obermeister der SHK-Innung Traunstein, Josef Pflügl, betonte in seiner Begrüßung, dass die drei Innungen eine „sensationell gute Zusammenarbeit“ verbinde. „Als ihr vor vier Jahren den Ausbildungsvertrag unterschrieben habt, war euch wahrscheinlich nicht bewusst, was der Gesellenbrief für ein begehrtes Gut ist“ sagte Pflügl am Beispiel des Berufs eines Spenglers, der fast bei jedem Haus einmal gebraucht werde. Und beim Stichwort „Gas-Krise“ falle ihm nur der Beruf des Anlagenmechanikers ein.

„Dem Pfiffigen gehört die Zukunft“ war das Motto des Hauptgeschäftsführers des Fachverbands SHK Bayern, Dr. Wolfgang Schwarz, der betonte, dass die jungen Leute eine gute Berufsentscheidung getroffen hätten: „Die Goldgräberbranche der Zukunft ist die Branche, die in den nächsten 30 bis 40 Jahren immer genug Arbeit haben wird.“ Er unterstrich, dass der Gesellenbrief in einem durchlässigen Bildungssystem alle Optionen offen lasse – bis hin zum Meister und dem Studium. Er wies aber auch darauf hin, dass Corona eine große Belastung in der Ausbildung war. „Sie hatten schlechtere Bedingungen als die Generationen vor ihnen“, so der Hauptgeschäftsführer.

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Kreishandwerksmeister Gerhard Kotter lobte das Durchhaltevermögen und den Fleiß der jungen Handwerker. Die Feierstunde sei nun die Eintrittskarte in eine erfolgreiche berufliche Zukunft.

Der langjährige Prüfungsvorsitzender Lambert Axthammer gab den jungen Leuten einige Lebensweisheiten mit, die im Privaten wie im Berufsleben ein Weiterkommen ermögliche würden. „Wichtig ist, dass wieder Nachwuchs kommt“ freute er sich über die jungen Gesellen.

„Qualifizierte Fachkräfte sind Mangelware“

Traunsteins stellvertretender Kreishandwerksmeister Thomas Aigner führte durch die Freisprechung und sagte: „Qualifizierte Fachkräfte sind Mangelware.“ Die jungen SHKler hätten nun den Grundstock für ihr erfolgreiches Arbeitsleben gelegt. Sauberes Wasser, saubere Luft und wohlige Wärme stünden als Synonyme für das SHK-Handwerk und seine Vertreter.

Handwerker sind seit Jahren besonders gefragt, das SHK-Handwerk wirbt kräftig um neue Auszubildende und Facharbeiter. Dass dabei aber auch Qualität verlangt wird, zeigte sich bei den Ergebnissen. 81 Prüflinge traten im Bereich Anlagenmechaniker an, nur 53 konnten jedoch die Anforderungen an die Gesellenprüfung erfüllen. 28 vielen durch, was auch am unbefriedigenden Notendurchschnitt in Höhe von 3,94 deutlich wird. Auch bei den Spenglern konnte man von den neun Prüflingen nur sieben durchbringen. Hier lag der Notendurchschnitt bei 4,33.

Ehrung der besten Absolventen

In der Auszeichnung der trotzdem teilweise sehr guten Prüfungsleistungen stachen der Prüfungsbeste Anlagenmechaniker Georg Ortner vom Ausbildungsbetrieb Manghofer in Ampfing mit der Note 2 (89,95 Prozent) vor Andreas Schmid vom Ausbildungsbetrieb Fuchs in Neumarkt-Sankt Veit mit der Note 2 (88,85 Prozent) besonders heraus. Bei den Spenglern zeigte sich Florian Linkat vom Ausbildungsbetrieb Wimmer in Obing ebenfalls mit der Note 2 (86,87 Prozent) am Besten vorbereitet und ist Prüfungsbester.

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