Polizei bekam Tipp

Landesbank . München – Die früheren Vorstände der BayernLB hatten in der Chefetage anscheinend nicht nur Freunde: Im Prozess wegen des Milliardendebakels mit der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria berichtete ein Polizist am Montag als Zeuge von einer anonymen Anzeige: Sie ging im Zuge der Ermittlungen bei der Polizei ein und stammte vermutlich von einem Mitarbeiter der Bank.

Darin hieß es, die Polizei habe bei ihrer ersten Durchsuchung in der Landesbank einige Stellen in der Vorstandsetage übersehen: unter anderem dunkel getäfelte Wandschränke, aber auch eine Dachschräge und Ruhezonen für die Vorstände.

„Dann sind wir halt nochmal in die Landesbank rein“, sagte der Zeuge vor dem Landgericht München. Da der Vorstandsbereich nicht frei zugänglich ist, vermutet die Polizei, dass die anonyme Anzeige aus den eigenen Reihen der BayernLB stammte. „Das muss schon ein Insider gewesen sein.“  In dem Prozess müssen sich der ehemalige BayernLB-Chef Werner Schmidt und sein Vize Rudolf Hanisch wegen Untreue verantworten.  

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