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Was passiert mit Linde?

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Christian RottGAH GeldanlagehausEggenfelden

Ute W.: „Ich bin im Besitz einiger Linde-Aktien und bin nun sehr im Zweifel, wie ich mich verhalten sollte. Nachdem Linde mit Praxair fusionierte, bekam ich das Angebot, meine Linde-Aktien in das neue Unternehmen zu tauschen. Meine Bank riet mir von dem Umtausch ab. Jetzt wird mir von meiner Bank geraten, die Linde-Aktien zu verkaufen. Wird die Linde-Aktie verschwinden und nur noch das neue Unternehmen das Sagen haben?“

Zu den Gründen, warum Ihre Bank vom Umtausch abriet und nun zum Verkauf rät, kann ich leider keine Aussage treffen, da mir die Hintergründe und Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse nicht bekannt sind. Geplant ist, die Fusion von Linde und Praxair bis Ende Oktober diesen Jahres unter Dach und Fach zu bringen. Nach Herabsetzung der 75 Prozent der Andienung (Umtausch der bisherigen Aktien in die neue Linde plc.) auf 60 Prozent wurde die Linde AG aus dem Dax genommen.

Des Weiteren wurde die Absicht des Squeeze-out (englisch für Ausquetschen: zwangsweiser Ausschluss von Minderheitsaktionären aus einer Aktiengesellschaft durch den Mehrheitsaktionär) klar bekundet und auch die Hürde mit 90 Prozent wurde erreicht (statt der sonst üblichen 95 Prozent Aktienbesitz), um einen Zwangsausschluss zu erzielen. Ähnlich gelagert war es zuletzt bei der Stada-Aktie. Da ging es für die Restaktionäre gut aus. Auf der anderen Seite sind in vielen Ländern gerade die Kartellbehörden involviert. Deren Zustimmung zur Fusion muss bis zum 24. Oktober 2018 vorliegen. Da die neue Linde plc. aus den USA heraus unter dem neuen Chef Steve Angel geführt wird, ist es wahrscheinlich, dass zukünftig die Marschrichtung aus dieser Richtung kommt.

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