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    Skispaß mit Köpfchen: In Österreich besteht für Kinder bis 14 Jahren Helmpflicht. Doch auch immer mehr Erwachsene tragen Helm auf der Piste. fotolia     

Die Welt nimmt Anteil an Michael Schumachers Ski-Unfall. Trotz Helm zog er sich schwere Kopfverletzungen zu. Nichtsdestotrotz kann der richtige Helm auf der Piste lebensrettend sein. Stiftung Warentest hat Skihelme von verschiedenen Herstellern getestet.

skihelme im test

Die Welt nimmt Anteil an Michael Schumachers Ski-Unfall. Trotz Helm zog er sich schwere Kopfverletzungen zu. Nichtsdestotrotz kann der richtige Helm auf der Piste lebensrettend sein. Stiftung Warentest hat Skihelme von verschiedenen Herstellern getestet.

von laura worsch

Mit den Weihnachtsferien hat die Hochsaison bei Skifahrern begonnen. Viele kaufen sich kurz vor dem Urlaub noch ihre Ausrüstung. Die Sport-Bittl-Filiale in Allach meldete am Montag vor allem bei Helmen hohen Andrang: „Bei den großen Anbietern wie Uvex oder Alpina wird es langsam knapp“, sagt der Verkäufer Arnold Walker. „Die Nachfrage ist genauso hoch wie in den letzten Jahren.“

17 Helme im Test

Dabei ist Helm nicht gleich Helm: Bestimmte Kriterien müssen beim Kauf eines Skihelms beachtet werden. Welche Produkte momentan auf dem Markt am sichersten sind, hat Stiftung Warentest zusammen mit dem österreichischen Verein für Konsumenteninformation (VKI) in einer Studie vom Dezember 2012 veröffentlicht. Veränderungen der Modelle durch die Hersteller seitdem sind deshalb möglich. Getestet wurden Halbschalenhelme, die im Gegensatz zu Vollschalenmodellen die Ohren nur durch Polster bedecken. Von 17 geprüften Helmen haben (nur) acht mit der Note „Gut“ abgeschnitten.

Der richtige Sitz

Laut Stiftung Warentest ist die Passform des Skihelms das wichtigste Auswahlkriterium. Der Helm muss fest auf dem Kopf sitzen und darf nicht leicht verrutschen. Bei vielen Modellen merkt der Träger erst nach einiger Zeit, ob es wirklich passt: Helme, die anfangs zu eng sind, können sich später gut anpassen; umgekehrt kann es passieren, dass ein scheinbar perfekter Helm plötzlich drückt. Dennoch gilt die Regel: „Nicht der teuerste Helm ist der beste, sondern der, der am besten passt – das kann auch ein Discounter-Modell sein.“ Der Meinung ist Andreas König, Sicherheitsexperte beim Deutschen Skiverband. Er rät, beim Helm-Kauf die Ski-Brille mitzunehmen. „Brille und Helm sind eine Einheit, das muss sitzen.“

Unfallsicher

Alle bei Stiftung Warentest geprüften Helme sind zumindest für den Ernstfall gewappnet: Keiner von ihnen könnte von Skistöcken oder härteren Aufschlägen zerbrechen. Dennoch rät Stiftung Warentest, Helme nach härteren Aufprällen aus Sicherheitsgründen umzutauschen.

Mängel ergaben sich bei einigen Marken am Kinnriemen: Dieser sollte sich bei einem Unfall leicht öffnen lassen, um Strangulation und Kehlkopfverletzungen zu vermeiden. Gut abgeschnitten haben in dieser Hinsicht die Modelle der Marken Atomic, Red, Uvex und Wintex.

Die Testsieger

Die beste Note (1,8) im Test erhielt der Helm „Atomic Xeed Ritual“. Er ist laut Stiftung Warentest zwar etwas schwer, hat aber eine gute Passform und Belüftung. Er war Sieger der technischen Prüfung und kostet derzeit bei Amazon rund 130 Euro. Kurz hinter dem Atomic-Modell liegt mit der Note 1,9 der „Uvex hypersonic“, der in der praktischen Prüfung am besten abgeschnitten hat. Der Helm kostet je nach Größe bei Amazon derzeit zwischen 99 und 140 Euro.

Von der Marke „Giro“ hat es ebenfalls ein Helm auf die vorderen Plätze geschafft: Der „Giro G10“ wird mit der Note 2,4 bewertet und ist laut den Testern vor allem angenehm zu tragen. Allerdings sollte sich der Kinnriemen leichter öffnen lassen.

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