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Energiekrise

Inflations-Rekord: Ohne staatliche Maßnahmen wie 9-Euro-Ticket wäre Wert noch viel höher

  • Lisa Mayerhofer
    VonLisa Mayerhofer
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Staatliche Maßnahmen wie das Neun-Euro-Ticket und der Tankrabatt konnten die Inflation in Deutschland dämpfen. Doch das könnte sich laut Experten im Herbst ändern.

Berlin – Die Inflation ist zwar weiterhin hoch – doch ohne staatliche Maßnahmen wie das Neun-Euro-Ticket wäre sie in den vergangenen Wochen einem Bericht zufolge noch höher ausgefallen. Wie die Bild-Zeitung am Mittwoch berichtete, berechneten Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), dass der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ohne staatliches Eingreifen im Juni mit 10,2 Prozent noch circa zwei Prozentpunkte über dem tatsächlich festgestellten Niveau gelegen hätte.

Inflation: Neun-Euro-Ticket könnte zu weiter steigenden Preisen führen

Laut Statistischem Bundesamt lag der HVPI im Juni bei 8,2 Prozent zum Vorjahresmonat und die Inflationsrate im Vorjahresvergleich bei 7,6 Prozent. Im Mai hatte die Teuerungsrate noch 7,9 Prozent betragen. Hauptursache für die hohe Inflation sind nach wie vor die Preiserhöhungen bei Energieprodukten. Maßnahmen der Bundesregierung wie etwa Tankrabatt und Neun-Euro-Ticket konnten die Inflation zumindest dämpfen.

Doch das könnte sich im Herbst ändern, wenn die Maßnahmen auslaufen und die Kosten des ÖPNV nicht abgedeckt werden. Die Wissenschaftler warnen davor, dass insbesondere das Neun-Euro-Ticket dann zu weiter steigenden Preisen führen könnte. „Die Verkehrsbetriebe und die Bahn gehen davon aus, dass der staatliche Ausgleich ihre Kosten nicht abdeckt“, zitiert die Bild aus dem IW-Bericht. „Zusammen mit den steigenden Energiepreisen könnte das dazu führen, dass ab September nicht nur die Ticketpreise deutlich steigen, sondern auch die Inflation.“

Inflation schwächt Kaufkraft der Verbraucher

Inflationsraten auf dem derzeitigen Niveau gab es im wiedervereinigten Deutschland noch nie. In den alten Bundesländern gab es ähnlich hohe Werte im Winter 1973/1974. Damals waren die Mineralölpreise infolge der ersten Ölkrise stark gestiegen. Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern, weil diese sich für einen Euro dann weniger leisten können. (lma/dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa/Symbolbild

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