Der neue ADAC-Chef will bald wieder abtreten

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Der Interims-Präsident hat eine Art Musterkarriere für ehrenamtliche Funktionsträger im größten deutschen Verein hingelegt: Der Mediziner August Markl, Radiologe und Privatdozent an der Universität München, war 1971 – er war damals 23 Jahre alt – Gründungsmitglied des Münchner Motorsportclubs „Scuderia Magra“. Das ist einer der vielen – meist ebenfalls sportlich orientierten – Ortsclubs, die die vereinsrechtliche Basis des ADAC darstellen.

Sie werden aber von den meisten Mitgliedern gar nicht wahrgenommen.

Vor 22 Jahren rückte der gebürtige Münchner mit Wohnsitz in Schaftlach (Landkreis Miesbach) in den Führungszirkel des ADAC in Südbayern auf – zunächst als einfaches Vorstandsmitglied, seit 2001 als dessen Vorsitzender. Bereits seit 1999 gehört Markl dem Verwaltungsrat des ADAC, dem obersten Aufsichtsgremium des Clubs, an. 2011 wurde er zum Ersten Vizepräsidenten des Automobilclubs gewählt.

Die meisten Präsidiumsmitglieder des Clubs haben gleichzeitig Funktionen in ihren Regionalclubs. Der bisherige Präsident Peter Meyer ist zum Beispiel Vorsitzender des ADAC Nordrhein.

Markl selbst hat keine Ambitionen auch künftig den Automobilclub zu führen. Der 65-Jährige übernahm gestern kommissarisch den Posten des ADAC-Chefs, hat aber nach Informationen von ADAC-Mitarbeitern bereits ausgeschlossen, bei der kommenden ordentlichen Hauptversammlung im Mai als Kandidat für das Präsidentenamt anzutreten.   mp

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