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Nebenkosten bei Mietminderung

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Beatrix ZurekVorsitzende des MieterbundesMünchen

Kurt W.: „Ich bin Mieter einer Wohnung und hatte einen Wasserschaden. Der Schaden war so groß, dass es zu einer Totalrenovierung führte und ich für mehrere Monate ausziehen musste, mir wurde eine Mietminderung von 100 Prozent zuerkannt. Meinem Vermieter brauchte ich somit keine Miete zahlen, jedoch habe ich weiterhin meine Nebenkosten für die Wohnung bezahlt. Ist es richtig, dass ich für den Zeitraum, in dem ich die Wohnung nicht bewohnt und genutzt habe, für die Nebenkosten aufkommen muss?“

Bemessungsgrundlage der Minderung nach § 536 BGB ist die Bruttomiete, also der Mietzins einschließlich aller – auch der „warmen“ – Nebenkosten. Dabei ist unerheblich, ob die Nebenkosten als Pauschale oder Vorauszahlung geschuldet werden oder gar Bestandteil einer Bruttokaltmiete sind. Bei einer 100-prozentigen Mietminderung müssen demnach auch keine Betriebskosten bezahlt werden.

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