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Nachträgliche Rechnung vom Notar

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Andreas RengRechtsanwaltBayerische Wohnungs- undGrundeigentümerverband

Dietmar M.: „Ein Notar hat im Februar 2016 für die Beurkundung eines Grundbucheintrages (Eigentumswohnung 200 00 Euro) 500 Euro an Gebühren verlangt.

Jetzt im Mai 2018 bekam ich von der Kostenrevision der Notarkasse Bescheid, dass die Kostenrechnung zu niedrig war und ich nochmals 500 Euro an Gebühren (für Vollzug eines Geschäfts, für Betreuungstätigkeit, Fälligkeitsmitteilung, Überwachung der Eigentumsumschreibung) zahlen muss. Wir sind zehn Eigentümer – außer mir hat niemand diese Kostenrechnung erhalten. Muss ich dies bezahlen?“

Der Frage ist leider nicht zu entnehmen, welcher Grundbucheintrag vom Notar beurkundet wurde. Die Höhe der Notarkosten hängt etwa bei der Eigentumsüberschreibung einer Immobilie sowohl von deren Wert, als auch von den Tätigkeiten des Notars ab. So spielt es eine Rolle, ob der Notar zunächst auch eine Auflassungsvormerkung beantragt hat und ob die Zahlungsabwicklung über ein Notaranderkonto erfolgte. Sollte der Notar zunächst einen zu geringen Betrag abgerechnet haben, kann die Notarkasse tatsächlich noch eine Nachforderung stellen, solang die Forderung nicht verjährt ist. Da dies für die Kosten einer Beurkundung im Jahre 2016 sicherlich noch nicht der Fall ist, ist eine ergänzende Rechnung grundsätzlich noch zu berücksichtigen. Die Richtigkeit der Höhe der Notarkosten kann anhand der wenigen Angaben in der Fragestellung nicht geprüft werden.

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